Geschichte auf 130 Seiten : Weststadt zum Nachschlagen

Hans-Jürgen Wüsthoff lebt seit 60 Jahren sehr gerne  in der Weststadt. Die Geschichte dieses ersten größeren Neubaugebiets hat er jetzt als Buch herausgebracht.
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Hans-Jürgen Wüsthoff lebt seit 60 Jahren sehr gerne in der Weststadt. Die Geschichte dieses ersten größeren Neubaugebiets hat er jetzt als Buch herausgebracht.

Vom Ruder-Ass zum Stadtchronisten: Hans-Jürgen Wüsthoff stellt sein neues Buch vor

svz.de von
03. Dezember 2013, 22:00 Uhr

Hans-Jürgen Wüsthoff wohnt seit 60 Jahren in der Weststadt. Obwohl er als Ruder-Schiedsrichter fast die ganze Welt gesehen hat, obwohl er in Berlin studiert und in Neustadt-Glewe eine Schule geleitet hat, stand es für ihn nie zur Debatte, von hier fortzuziehen. „In unserer Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung mit 60 Quadratmetern haben meine Frau und ich zwei Söhne groß gezogen“, erzählt Wüsthoff lächelnd. Umgerechnet 36 Euro im Monat habe er von 1963 bis 1991 dafür an Miete gezahlt. Heute sei es mehr als zehnmal so viel. Trotzdem: Viel Grün, wunderbare Spazierwege, erstklassige Einkaufsmöglichkeiten und eine gute Busanbindung machen die Leonhard-Frank-Straße für Hans-Jürgen Wüsthoff zum perfekten Domizil. Und zum reichen Quell von Geschichte und Geschichten, mit denen er nun ein ganzes Buch gefüllt hat. 130 Seiten stark ist es, drei Jahre hat Wüsthoff recherchiert und geschrieben. Erst gestern Mittag hielt er die ersten druckfrischen Exemplare in der Hand, wenige Stunden später stellte er „60 Jahre Weststadt“ erstmals der Öffentlichkeit vor. Natürlich im Weststadt-Café.

Als Autor hat sich der gelernte Zahntechniker und studierte Diplompädagoge schon vorher einen Namen gemacht: „Ich habe ein Buch geschrieben über den Rudersport in Schwerin“, sagt Wüsthoff. Auch mit seinen 77 Jahren ist der gebürtige Schweriner noch am allerliebsten draußen auf dem See ist. Rudern ist seine große Leidenschaft, seit 1952 sitzt er regelmäßig im Boot. 1958 wurde er Deutscher Meister, seit 1977 ist er als internationaler Schiedsrichter unterwegs. In der Schweriner Rudergesellschaft war er jahrelang im Vorstand aktiv, vor einiger Zeit hat er die Arbeit an Jüngere abgegeben. So bleibt mehr Zeit für seine sportlichen Aktivitäten, für Familie und Buchprojekte.

Lokale Geschichte nicht dem Vergessen preiszugeben, das war seine Motivation für das Weststadt-Buch, für das er sich in Statistiken, bei Stadthistorikern, den Wohnungsgesellschaften und in der SVZ umschaute. Über die Zeitung bat er auch Zeitzeugen, sich bei ihm zu melden. „Die Resonanz war sehr groß“, sagt Hans-Jürgen Wüsthoff. So ist das ganze Werk nicht nur prall gefüllt mit Wissenswertem, Fotos, Zahlen und Fakten, sondern auch durchdrungen von persönlichen Schilderungen heutiger Einwohner und zahlreichen Anekdoten.

Die Weststadt war Schwerins erstes größeres Neubaugebiet. Wüsthoff schreibt über Schwimmhalle, Wetterwarte, Neubaublöcke, über Feuerwehr und Lambrechtsgrund, über Kindergärten, Spielplätze, Schulen, Pflegeheime, Denkmale und Kontaktstellen. Außerdem werden alle Straßen mit dem Ursprung ihrer Namen, der Jahreszahl ihrer Benennung und den sozialen, kulturellen und sportlichen Einrichtungen – früher und heute – beleuchtet.

Das Buch „60 Jahre Weststadt“ ist nicht nur im gut sortierten Buchhandel erhältlich, sondern auch bei den Hauptstellen von SWG und WGS, in der Weststadt-Apotheke, bei der Sparkasse im Stadtteil, in Friseursalons, Blumengeschäften oder bei der Bäckerei Zander. Verkaufsstart ist der Nikolaustag, also Freitag, der 6. Dezember.


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