Schwerin : Wertvolles Gemälde restauriert

In den Höfen zeigt Norbert Credé vom historischen Verein Oberbürgermeister Rico Badenschier und dem Landtagsabgeordneten Sebastian Ehlers das Bild.
In den Höfen zeigt Norbert Credé vom historischen Verein Oberbürgermeister Rico Badenschier und dem Landtagsabgeordneten Sebastian Ehlers das Bild.

Historischer Verein gibt Bild der Großherzoglichen Yacht vor Görslow an die Stadt zurück

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23. Juli 2019, 20:00 Uhr

Das historisch wertvolle, aber schwer beschädigte Gemälde „Die Großherzogliche Yacht Alexandrine auf dem Schweriner See vor Görslow“ ist nach seiner Restaurierung in die stadtgeschichtliche Sammlung zurückgekehrt. Oberbürgermeister Rico Badenschier erhielt es gestern symbolisch in der Ausstellung „Schwerin – Wie es wurde, was es ist“ in den Schweriner Höfen von dem Historischen Verein. Ab Mitte August soll das Bild in der Sommerausstellung der Stadtgeschichtlichen Sammlung im Säulengebäude am Markt ausgestellt werden.

Norbert Credé erzählt die Geschichte der Restaurierung: 2017 hatte der Verein die Idee, nach Absprache mit der Leiterin der Städtischen Museen, Gesine Kröhnert, für die Restaurierung des Gemäldes Geld zu sammeln. Mit Unterstützung des Stadtvertreters und Landtagsabgeordneten Sebastian Ehlers wurden Mittel aus dem Strategiefonds des Landes beantragt. Die wurden bewilligt und das Bild im Dezember zur Restauratorin Katrin Lau gebracht. Jetzt ist die Restaurierung abgeschlossen.

Obwohl es unsigniert und undatiert ist, wird es dem mecklenburgischen Hofmaler Carl Georg Schumacher (1797-1869) zugeschrieben. Auf dem Gemälde hat der Maler die großherzogliche Segeljacht „Alexandrine“ unter vollen Segeln und mit einer Gesellschaft an Bord auf dem Schweriner See vor Görslow dargestellt. Stilistisch und zeitlich passt dies, denn das Bild zeigt in einer Parklandschaft oberhalb des steilen Ostufers des Schweriner Sees die 1846 fertig gestellte Kirche von Görslow in einer freien, parkähnlichen Landschaft. Es muss deshalb 1846 oder kurz danach entstanden sein.

Carl Georg Schumacher wurde 1797 in Doberan geboren, ab 1830 war er in Schwerin tätig und wurde er zum großherzoglichen Hofmaler ernannt. Schumacher starb 1869.

Das Bild war Anfang der 1990er-Jahre schwer beschädigt ins Stadtgeschichtsmuseum gekommen. Die Forschungen zum Welterbeantrag haben es in den Fokus des historischen Forschungsinteresses gebracht.

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