Schweriner müssen sich umstellen : Werbung, Parken und Musik neu geregelt

Straßenmusik: Die Schweriner Gruppe Lammfromm und Vögele spielt open air. Das darf sie künftig nur noch eine Stunde an einer Stelle, danach muss sie 200 Meter weiterziehen.
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Straßenmusik: Die Schweriner Gruppe Lammfromm und Vögele spielt open air. Das darf sie künftig nur noch eine Stunde an einer Stelle, danach muss sie 200 Meter weiterziehen.

Neue Straßen- und Grünflächensatzung tritt am 1. Juni in Kraft, bei Verstößen drohen Bußgelder

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18. Mai 2017, 05:00 Uhr

Parken auf Grünstreifen, leichte Werbe-Banner in der Altstadt und ununterbrochenes Singen vor einer Tür – das soll es ab 1. Juni nicht mehr geben in Schwerin. Die neue einheitliche Straßen- und Grünflächensatzung fasst jetzt vier ehemalige Einzelwerke zusammenfasst und schließt einige Gesetzeslücken.

Das illegale Fahren und Parken auf Grünanlagen kann jetzt wirksam, sprich mit Knöllchen geahndet werden. „Das bedeutet auch, dass viele Steine, Poller und andere Hindernisse, mit denen wir in den vergangenen Jahren das illegale Parken auf Grünstreifen verhindert haben, jetzt langsam wieder abgebaut werden“, sagt Nonno Schacht von den Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen. Abgebaut werden auch die so genannten „Beachflags“ vor diversen Geschäften und Firmen in der Altstadt. Die neue Satzung verbietet sie ebenso wie zu viele Werbeaufsteller oder Warenauslagen in der City. Dadurch soll das Stadtbild entrümpelt und schöner werden. Der Kommunale Ordnungsdienst wird ab Juni auf die Einhaltung der neuen Satzung achten – und Verstöße mit Bußgeldern ahnden.

Auch Straßenmusiker bekommen jetzt klare Grenzen: Sie brauchen zwar weiterhin keine Erlaubnis zum Musizieren und können zwischen 10 und 19 Uhr in der Fußgängerzone auftreten, dürfen aber keine elektroakustische Verstärkung benutzen und müssen ihren Standort spätestens nach einer Stunde um wenigstens 200 Meter verlagern. Am alten Standort dürfen dann eine Stunde lang auch keine anderen Straßenmusiker stehen.

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