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Dreiste Diebe in Schwerin : „Wer tut so etwas bloß?“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Unbekannte stehlen den Rollator von Ingrid Schmul aus einem Hausflur in Neu Zippendorf. Die Polizei ermittelt.

Ingrid Schmul kann einfach nicht glauben, was geschehen ist. „Wer tut so etwas bloß?“, fragt sie. Unbekannte haben in der Nacht zu gestern den Rollator der 75-jährigen Schwerinerin gestohlen – aus dem Hausflur im Erdgeschoss. „Seit 31 Jahren wohne ich jetzt in der Pankower Straße. Ich hätte nie gedacht, dass mir mal so etwas passiert“, sagt Ingrid Schmul.

Am Sonntagabend hatte der Rollator noch an seinem angestammten Platz im Flur gestanden – Montagmorgen war er verschwunden. „Eine Mitarbeiterin des Pflegedienstes, der mich dreimal am Tag betreut, hat mich auf den Diebstahl hingewiesen“, erzählt Ingrid Schmul und ringt um Fassung.

Fast täglich ist die Rentnerin, die im ersten Stock wohnt, mit dem Rollator unterwegs gewesen. „Ich bin damit zum Supermarkt und zur Haltestelle gegangen“, sagt Ingrid Schmul. Die Schwerinerin benötigt die Gehhilfe aber auch noch aus einem anderen Grund: Sie bekommt nur schwer Luft, muss ständig ein Sauerstoffgerät bei sich tragen. „Das Gerät habe ich immer in den Korb des Rollators gestellt“, erklärt Ingrid Schmul.

Die Polizei spricht von einem besonders gemeinen Diebstahl. „Frau Schmul ist zwingend auf den Rollator angewiesen“, sagt Schwerins Polizeisprecher Steffen Salow. Den Schaden beziffert er auf rund 120 Euro. Bis eine neue Gehilfe beschafft sei, werde womöglich einige Zeit vergehen, so Salow.

Ihre Versicherung hat Ingrid Schmul gestern schon verständigt. Ihr Pflegedienst und eine Nachbarin stehen der 75-Jährigen bei. „Meine Ärztin wird mir einen neuen Rollator verordnen“, sagt Ingrid Schmul zuversichtlich. Sie hofft auf eine schnelle Regelung, um bald wieder mobil zu sein.

Sollte es Probleme geben, hat der Weiße Ring, der sich um Kriminalitätsopfer kümmert, bereits eine finanzielle Hilfe zugesichert. „Wenn wir gebraucht werden, sind wir zur Stelle“, sagt Mitarbeiter Wolfgang Winterfeld.

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erstellt am 11.Jul.2016 | 21:00 Uhr

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