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Überfall am Klettergerüst : Wer lauerte im Spielplatz-Gebüsch?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

38-jährige Schwerinerin in der Schelfstadt überfallen: Opfer kam mit dem Schrecken davon, Polizei sucht Zeugen

svz.de von
erstellt am 17.Jan.2014 | 22:00 Uhr

Sie wollte den Weg zum Marienplatz abkürzen, ging über den Spielplatz im Innenhof eines Hauses am Schelfmarkt – und wäre beinahe Opfer eines Verbrechens geworden. Eine 38-jährige Schwerinerin ist am vergangenen Sonntag noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen. Durch einen energischen Stoß mit dem Arm konnte sie sich von dem Angreifer lösen. Um den Überfall aufzuklären, geht die Polizei jetzt an die Öffentlichkeit, bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Gegen 20.10 Uhr war die 38-Jährige auf der Schelfstraße zunächst am Supermarkt vorbeigegangen und hatte dann in Richtung Marienplatz die Abkürzung über den Spielplatz genommen. Als sie aus einem Gebüsch ein Geräusch hörte, blieb sie stehen, überlegte, ob sie weitergehen sollte, tat es anschließend aber doch. Ein paar Schritte weiter geschah es: „Die Frau wurde plötzlich schräg von hinten von einer Hand am linken Oberarm gepackt“, sagt der stellvertretende Leiter des Schweriner Kriminalkommissariates, Dietmar Koth.

Einen schwarzen Handschuh und eine dunkle Jacke hat die 38-Jährige vom Angreifer gesehen. Deutlich nahm sie außerdem den Alkoholgeruch des Mannes wahr, der auch auffällig schnell geatmet haben soll. „Aus Angst hat die Frau den Unbekannten so stark mit ihrem linken Arm gestoßen, dass der Mann den Griff lösen musste und gefallen ist“, schildert Koth. Der Schwerinerin sei so die Flucht gelungen.

Bei ihren Ermittlungen gehe die Polizei vom Verdacht der Nötigung aus, so der stellvertretende Kripo-Chef. „Die Frau hatte das Gefühl, dass sie durch den Griff in das Gebüsch gezogen werden sollte.“ Hinweise auf Täter und Tatmotiv erhofft sich Koth von Zeugen. Sie sollten sich unter der Telefonnummer 0385-20702221 beim Kriminaldauerdienst melden, bittet er.

Auf Zeugenaussagen setzt die Polizei auch bei der Aufklärung von Diebeszügen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. So sind unbekannte Täter im Ziegeleiweg in Lankow in eine Lagerhalle eingebrochen, die von einer Elektrofirma genutzt wird. Dabei erbeuteten sie mehrere hundert Meter Kupferkabel im Wert von etwa 2000 Euro. In der Pestalozzistraße in der Paulsstadt hatten es Langfinger auf mehrere Garagen abgesehen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurde Werkzeug entwendet.

Vize-Kripo-Chef Koth kann aber auch einen Fahndungserfolg vermelden: In einer Laube in der Gartenanlage „Hopfenbruchweg-Wiese“ habe die Polizei einen 53-Jährigen festgenommen. „Ihm können fünf Straftaten nachgewiesen werden, darunter vier Einbrüche in Gartenhäuser und der Diebstahl einer Jacke in einem Kaufhaus“, so Koth. Der Beschuldigte habe diese Taten auch zugegeben. Im Februar vergangenen Jahres soll er zunächst eine Laube in der Kleingartenanlage Lessingstraße aufgebrochen und sie über Wochen als Quartier genutzt haben. Außerdem werden dem 53-Jährigen drei Einbrüche in Gartenhäuser in der Anlage „Erholung“ an der Wittenburger Straße zur Last gelegt, wo er insbesondere auf Bier, Wasser und Bargeld aus gewesen sei. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Schweriner Amtsgericht Haftbefehl gegen den Mann erlassen.

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