Unliebsame Hundebegegnungen : Wenn Vierbeiner zum Zankapfel werden

Solange Hunde nur spielen, dürfen sie in Gebieten ohne Leinenzwang frei unterwegs sein.
Solange Hunde nur spielen, dürfen sie in Gebieten ohne Leinenzwang frei unterwegs sein.

Halter müssen darauf achten, dass Menschen, Tiere und Sachen nicht gefährdet werden

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11. September 2015, 21:00 Uhr

Hundefreunde wissen genau: Nicht jede Hundebegegnung verläuft so launig wie ein Kindergeburtstag! Manche Vierbeiner können einander nämlich nicht leiden oder übertreiben ihre Spielwut – das kann zu bösen Verletzungen führen. Gut also, wenn die Hunde angeleint sind. Andernfalls können sich sogar die dazugehörigen Menschen in die Haare kriegen. So ein Fall ereignete sich vor wenigen Tagen am Ufer in Schelfwerder. „Wir gingen mit unserem kleinen Hund Gassi, als wir plötzlich auf zwei Männer trafen, die sieben, frei laufende Hunde dabei hatten – aber nur zwei Leinen“, erzählt eine Schwerinerin: „Die Tiere trieben unseren Vierbeiner gleich ins Wasser, der war völlig verängstigt.“ Die Männer hätten das Paar nur „frech angepöbelt“, statt ihre Hunde zurückzunehmen. Es kam schließlich zu Handgreiflichkeiten, die Polizei wurde gerufen. „Wir sind friedliche Leute, aber was hätten wir tun sollen?“, fragt die Schwerinerin. Und: „Durften die überhaupt mit sieben Hunden und nur zwei Leinen unterwegs sein?“

In Schwerin gibt es zwar Leinenzwanggebiete, aber Schelfwerder gehört nicht dazu, teilt die Stadtverwaltung auf SVZ-Anfrage mit. „Dort greifen aber die Regelungen der Hundehalterverordnung MV, die für alle Hundeführer bindend sind“, sagt Stadtsprecherin Michaela Christen. Paragraf 1, Absatz 2 besagt beispielsweise, dass jeder Hundeführer die Pflicht hat, seinen Hund so zu führen, dass Menschen, Tiere oder Sachen nicht gefährdet werden. Die Schweriner Hundeverordnung, in der auch die Leinenzwanggebiete festgelegt sind, wird durch den Kommunalen Ordnungsdienst überwacht. „Aber auch die Polizei und Einwohner zeigen Vorfälle an“, so Christen. „2014 wurden aufgrund von Verstößen gegen diese Verordnungen Buß- und Verwarngelder in Höhe von 2275 Euro verhängt. Am häufigsten waren Verstöße gegen den Leinenzwang und Verstöße aufgrund unzureichender Aufsichtspflicht des Hundehalters.“

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