Cosplay : Wenn ein Hase zum Picknick einlädt

Im Ganzkörperpyjama kommen die jungen Frauen und Männer ordentlich ins Schwitzen. Doch es hält sie nicht davon ab, zu pickniken und eine Kissenschlacht zu veranstalten. Fotos: Privat (3)
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Im Ganzkörperpyjama kommen die jungen Frauen und Männer ordentlich ins Schwitzen. Doch es hält sie nicht davon ab, zu pickniken und eine Kissenschlacht zu veranstalten. Fotos: Privat (3)

Pyjama-Party der etwas anderen Art: 30 junge Frauen und Männer feiern eine japanische Kigurumi-Fete im Schweriner Schlossgarten

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12. Juni 2015, 16:00 Uhr

Strahlend blauer Himmel, die Sonne scheint. Eine ältere Dame, die sehr konservativ mit einem dunklen, knielangen Rock und eine rosafarbenen Bluse gekleidet ist, bleibt stehen. Sie lächelt. Beobachtet die 30 jungen Frauen und Männer die sich am Hauptbahnhof treffen. Ein wilder Leopard, ein putziger Koala oder aber ein niedlicher Hase: Die meisten tragen einen Kigurumi – einen japanischen Ganzkörperpyjama.

„In diesen Schlafanzügen treffen wir uns zum ersten Mal“, verrät die 24-jährige Carolin Martens. Das sei ein Trend, der aus Japan stamme. „Wir stellen große Plüschtiere und Cartoon-Figuren dar“, erklärt die Schwerinerin. Die echten Kigurumis aus Japan seien nur schwer erhältlich. Deswegen nutzen sie eine etwas günstigere Variante. „Wir bestellen diese Overalls im Internet, dort bekommt man sie schon zum kleinen Preis“, erzählt Martens. Und das besondere an dieser Party? „Es ist eine Schlafparty“, sagt die als Hase verkleidete junge Frau. Mit Decken und Kissen bewaffnet, gehe es gleich in den Schlossgarten. „Aber bevor wir dort hingehen, werden wir noch auf dem Marienplatz eine Kleinigkeit essen.“ Angst vor den Blicken habe sie nicht. „Die Leute schauen zwar, aber die meisten sind sehr nett und freuen sich, dass wir nicht auf der Straße liegen, sondern was Nützliches machen“, erklärt sie.

Was Nützliches? „Ja genau. Denn auch sonst nähe ich meine Kleidung selbst“, erzählt Martens stolz. Das alles gehöre zum Cosplay, einem Verkleidungstrend aus Japan, bei dem es darum gehe, Figuren, die ihnen besonders gut gefallen, detailgetreu nachzustellen. „Und um so ein Kostüm zu nähen, brauche ich schon mehrere Monate“, verrät Martens. Die Pyjamaparty sei eine willkommene Abwechslung. „Einfach mal nichts nähen, sondern nur diesen niedlichen Schlafanzug überwerfen“, erklärt sie freudestrahlend.

Im Schlossgarten werde natürlich ein Nickerchen gemacht. Aber auch eine Kissenschlacht und ein Picknick stehen auf dem Programm.

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