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Zeitung für die Landeshauptstadt

14. Dezember 2017 | 05:23 Uhr

Hier kracht es : Weniger Unfälle, viele Flüchtige

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Polizei legt Statistik vor: Am häufigsten kracht es beim Parken. Kripo-Kommissar will heute mit Bürgern ins Gespräch kommen.

von
erstellt am 29.Apr.2014 | 10:00 Uhr

Die Straßen in Schwerin sind sicherer geworden, die Parkplätze dagegen nicht. Zu diesen Rückschlüssen kommt, wer die Statistik der Polizei zu den Verkehrsunfällen aus dem vergangenen Jahr anschaut.

Die Zahlen: Die Polizei registrierte im Jahr 2013 insgesamt 3224 Unfälle. Das seien 74 weniger als noch ein Jahr zuvor, wie die Beamten mitteilen. Der traurige Teil der Bilanz zeigt aber, dass bei zwei Unfällen jeweils eine Person getötet wurde. 290 Menschen wurden verletzt, davon 39 schwer. Dennoch blieb es in mehr als 90 Prozent der Verkehrsunfälle bei Blechschäden. Knapp die Hälfte der Unfälle passierte beim Ein- und Ausparken, davon 1126 ausschließlich auf Parkplätzen.

Aber wie viele Rückschlüsse lässt so eine Statistik überhaupt zu? Als das Innenministerium vor wenigen Wochen ihre Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2013 vorgestellt hatte, sorgten die Zahlen für Fragezeichen. So sank die Anzahl der „Rauschgiftdelikte“ von 777 Fällen im Jahr 2012 auf „nur“ 180 im vergangenen Jahr. „Das liegt nicht am Fahndungserfolg“, sagte Jörg Ninnemann, Leiter des Kriminalkommissariats, damals gegenüber unserer Zeitung. Die Erhebung liefere aufgrund einer internen Umstellung an diesem Punkt ungenaue Zahlen. Weil eine Statistik eben nur aus Zahlenmaterial besteht, will Jörg Ninnemann heute von 18 Uhr an in der Gaststätte „Lankower Nordufer“ mit Schwerinern ins Gespräch kommen. Die CDU lädt zu dieser Debatte ein.

Auch wenn Statistiken häufig nur „die halbe“ Wahrheit wiedergeben, gibt es eine erschreckende Tatsache bei der Unfallstatistik: Die Verursacher von etwa jedem vierten Unfall flüchteten. „In den meisten Fällen, nachdem ein parkendes Fahrzeug beschädigt wurde“, berichtet die Polizei und warnt gleichzeitig: „In allen Fällen wurde ein Strafverfahren eingeleitet, da es sich hier um eine Straftat handelt.“ Trotz Unfallflucht konnte die Polizei etwa 44 Prozent der Vorkommnisse aufklären.

Außerdem erwischten die Beamten bei Tempomessungen 14 219 Verkehrssünder. Es wurden knapp 100 Fahrverbote verhängt und 725 Bußgelder erhoben, weil die Fahrer mit mehr als 21 Kilometer pro Stunde schneller als erlaubt unterwegs waren.

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