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Nahverkehrsbilanz : Weniger Fahrgäste in Bussen und Bahnen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nahverkehrschef: Knapp ein Prozent Rückgang durch Tariferhöhung und Baustellen

svz.de von
erstellt am 11.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Die Schweriner halten den Bussen und Bahnen des Nahverkehrs die Treue. Tariferhöhung und Baustellen zeigten im vergangenen Jahr allerdings Wirkung. 16 067 589 Fahrgäste zählte das Verkehrsunternehmen – 132 109 weniger als 2014. „Der Rückgang fiel mit 0,8 Prozent aber deutlich geringer aus als vorausberechnet“, sagt der Geschäftsführer des Nahverkehrs, Norbert Klatt.

Um knapp 20 Prozent hatte der Nahverkehr die Ticketpreise am Jahresbeginn 2015 angehoben. Durch das zusätzlich eingenommene Geld werde allerdings vor allem die Stadtkasse entlastet, erklärt Klatt. So sei der Zuschuss der Kommune für den Verkehrsbetrieb im zurückliegenden Jahr abermals um rund eine Million Euro zurückgegangen.

Mit 6 942 484 Fahrgästen war die Straßenbahn-Linie 2 zwischen Lankow-Siedlung und Hegelstraße im vergangenen Jahr erneut die erfolgreichste Strecke des Nahverkehrs. Die Bauarbeiten in der Wittenburger Straße und die entsprechende Umleitung hätten freilich einige Kunden zum Umstieg auf andere Verkehrsmittel veranlasst, räumt der Nahverkehrschef ein. Bei den Bussen standen die Linien 10 und 11 (Buchenweg – Bleicherufer) mit zusammen 1 231 770 Fahrgästen in der Gunst der Schweriner ganz vorn.

6747 Fahrgäste waren im Jahr 2015 ohne gültiges Ticket unterwegs – 828 weniger als im Jahr zuvor. „Obwohl die Schwarzfahrerquote unter einem Prozent liegt, beläuft sich der Schaden für den Nahverkehr immer noch auf rund 275 000 Euro“, berichtet Klatt.

Für das laufende Jahr rechnet der Nahverkehrschef mit einer stabilen Entwicklung der Fahrgastzahlen. Zwar werde der Nahverkehr auf der Linie 6 einen Rückgang verkraften müssen, weil die Busse nicht mehr bis nach Raben Steinfeld und Pinnow fahren dürften, auf den anderen Linien seien aber keine Veränderungen bei der Zahl der Fahrgäste zu erwarten.

Nach der Kritik von Bürgern insbesondere aus Lankow und Neumühle wird der Nahverkehr auf der Linie 14 vom kommenden Montag an wieder zur alten Linienführung zurückkehren. Die Busse fahren dann wieder über den Marienplatz und bis zur Jugendherberge. Im Gegenzug verkehrt die Linie 8 aus Lübstorf von Montag an nur noch bis Hauptbahnhof.

Auf der Linie 7 will der Nahverkehr vorerst bis Ende des Jahres an der Splittung festhalten – die Busse fahren abwechselnd durch die Haselholzstraße und die Hagenower Straße. „Mit der probeweisen Teilung der Linie kommen wir Anwohnern der Haselholzstraße entgegen“, sagt Klatt.

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