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Millionen-Investition : Wemag baut neue Strom-Zentrale

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Energieversorger investiert fünf Millionen Euro in der Pestalozzistraße und schafft elf neue Arbeitsplätze

von
erstellt am 28.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Die Wemag erweitert ihren Hauptsitz in Schwerin. Für 5,1 Millionen Euro will der Öko-Energieversorger in der Pestalozzistraße eine neue Netzleitstelle aus dem Boden stampfen. Die Bagger könnten bereits im November rollen – nach der Grundsteinlegung am 3. desselben Monats. Ende März soll der Hochbau fertig sein, Ende Juni sollen die ersten Mitarbeiter in das knapp 1000 Quadratmeter große Gebäude einziehen. „Wir hoffen auf einen milden Winter, um diesen ehrgeizigen Zeitplan einzuhalten“, sagt eine Sprecherin.

Von der neuen Schaltzentrale aus will der Energieriese dann unter anderem Europas größten Energiespeicher in Lankow steuern bzw. überwachen. Auch sein mehr als 15 000 Kilometer langes Stromnetz in Westmecklenburg und Nord-Brandenburg wird das Unternehmen von dort aus kontrollieren. „Energiewende und Netzausbau verlangen zusätzliche Netzsteuerungsaufgaben, die wir noch besser im eigenen Haus lösen werden“, sagt Thomas Pätzold, Technischer Vorstand der Wemag AG. Schon heute werden Hochspannungs-, Mittelspannungs- und Ortsnetze sowie Netzstationen und Umspannwerke von der Tochter, der Wemag Netz GmbH, gesteuert – rund um die Uhr jeden Tag. „Der Betrieb der Leitstelle schafft elf neue Arbeitsplätze in Schwerin“, erklärt Pätzold. Auch wenn die Büroräume bereits im kommenden Sommer fertig werden sollen, wird die komplizierte Leitstelle voraussichtlich Anfang 2017 in Betrieb gehen.

Die Wemag befindet sich seit Januar 2010 im Mehrheitsbesitz der Kommunen, die sie versorgt. Aus diesem Grund ist das Unternehmen stark mit der Region verwurzelt und will den Betrieb seines Netzes künftig selbst steuern. Bislang lag das in den Händen eines externen Dienstleisters in Hamburg. Im Hinblick auf die Energiewende investiert der Versorger in erneuerbare Energien und passt seine Netze an.

So hat die Wemag auch den Riesen-Akku in Lankow ans Netz angeschlossen. Im Auftrag des Schweriner Versorgers hatte das Berliner Unternehmen Younicos den Fünf-Megawatt-Batteriespeicher errichtet, der aus etwa 25 600 Lithium-Ionen-Akku-Zellen besteht. Das Batteriekraftwerk soll das Stromnetz stabilisieren. Bei schwankender Einspeisung durch erneuerbare Energien reagieren die Akkus in Sekundenbruchteilen auf Unregelmäßigkeiten in der Spannung.

 

 

 

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