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Schweriner Schlossbrücke voller Autos : Welterbe in spe zugeparkt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schwerinerin ärgert sich über die vielen Autos auf der Schlossbrücke / Landtagsverwaltung: Sondergenehmigung für Bauarbeiter

von
erstellt am 28.Jul.2016 | 05:00 Uhr

„Ich begreife das nicht“, sagt Christel Brüggert aus Schwerin. Sie ärgert sich schon seit Jahren darüber, dass immer wieder Autos auf der Schlossbrücke parken. Schwerin bewerbe sich um das Weltkulturerbe, doch die Touristen laufen zwischen den Autos umher, um zum Schloss zu kommen, sagt die Schwerinerin verärgert. „Als vor Jahren die Brücke saniert wurde, hieß es, dass die Autos die Brücke gefährden. Gilt das heute nicht mehr?“, fragt die 77-Jährige. Auch wer im Schloss zu tun hat oder dort arbeitet, könnte doch ein paar Meter mehr zu Fuß gehen, sagt die gebürtige Schwerinerin, die gerade in den zurückliegenden Tagen wieder sehr viele parkende Autos auf der Schlossbrücke registriert hat.

„Grundsätzlich ist das Befahren der Lennéstraße und der Schlossbrücke verboten. Gleiches gilt für das Parken. Entsprechende Schilder weisen darauf hin“, bestätigt Dirk Lange, Pressesprecher des Landtages. Der überwiegende Teil all derjenigen, die im Schloss arbeiten oder dort zeitweilig Auftragsarbeiten erledigen, würden sich an das Parkverbot halten, so Lange. Das treffe auch auf Gäste zu, die das Museum besuchen, den Burggarten erkunden oder an Gottesdiensten teilnehmen. „Viele gelangen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Schloss.“

Lange verweist aber auch darauf, dass das Parken in der Lennéstraße mit einer Sondergenehmigung möglich sei. Durch die Bauarbeiten im Bereich des Schlossgarten- und Burgseeflügels sei der Parkraum dort stark eingeschränkt. „Deshalb müssen immer wieder Fahrzeuge auf der Schlossbrücke abgestellt werden, von im Schloss tätigen Handwerkern“, erklärt Dirk Lange. Er gehe davon aus, dass sich mit Abschluss der Arbeiten die Situation wieder normalisieren werde.

Gestern standen wieder etliche Fahrzeuge auf der Schlossbrücke. Einige hatten einen Strafzettel, parkten also unberechtigt.

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