Einschulung : Welche Tüte soll es sein?

Auf der Suche nach Ideen für ihre Schultüte stöbert Lilli im Schreibwarengeschäft von Marlies Hennings. Die Zuckertüte basteln Mama und Papa der Sechsjährigen selbst – was drauf kommt, wird allerdings eine Überraschung. „Gewünscht habe ich mir Pferde oder Fußballer – denn ich bin Bayern-Fan“, sagt Lilli.
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Auf der Suche nach Ideen für ihre Schultüte stöbert Lilli im Schreibwarengeschäft von Marlies Hennings. Die Zuckertüte basteln Mama und Papa der Sechsjährigen selbst – was drauf kommt, wird allerdings eine Überraschung. „Gewünscht habe ich mir Pferde oder Fußballer – denn ich bin Bayern-Fan“, sagt Lilli.

Große Auswahl beim Schultütenkauf: Pferde und Prinzessin bei Mädchen, Fußball und Dinosaurier bei Jungen hoch im Kurs

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31. August 2016, 12:00 Uhr

Pferde, Piraten, die Eisprinzessin, Polizisten oder Dinosaurier: Der Fantasie und vor allem dem Geschmack sind bei der Wahl der Schultüte keine Grenzen gesetzt. Und wer das Wunschmotiv trotz großer Auswahl an vorgefertigten Modellen nicht findet, greift selbst zu Rohling, Papier und Moosgummi und zaubert ein handgemachtes Exemplar – ein Trend, der seit einigen Jahren stetig anhält.

Die sechsjährige Lilli hat ihre Auswahl längst getroffen: „Pferde oder Fußballer wünsche ich mir für meine Schultüte“, sagt die kleine Schwerinerin. Was es nun am Ende wird, soll für die zukünftige Erstklässlerin der Montessori-Schule jedoch eine Überraschung werden. Ihre Eltern basteln die Zuckertüte der Sechsjährigen selbst – wie sehr viele andere Eltern, Großeltern, Freunde oder Tanten. „Etwa 30 Prozent der Kunden kaufen fertige Rohlinge und gestalten die Schultüte ihrer Kinder dann selbst“, schätzt Marlies Hennings, Mitarbeiterin des gleichnamigen Schreibwarengeschäfts in der Schweriner Altstadt. Während Jungs vor allem auf Fußball, Dinos und Piraten stehen, muss es bei Mädchen möglichst glitzern. „Früher war die Schultüte oft ein großes Geheimnis, das hat sich aber gewandelt. Heute kommen die Kinder gezielt mit ihren Eltern in den Laden und haben eine feste Vorstellung von ihrer Tüte“, sagt Marlies Hennings.

Vor allem die Erwachsenen werden ein paar Meter weiter beim Hobbypunkt im Klöresgang fündig. Im Geschäft von Heike Meier und Kerstin Urban finden sie das nötige Material, um die Zuckertüte ihrer Sprösslinge kreativ zu gestalten. Die Ladeninhaberinnen bieten in den Sommerferien spezielle Bastelkurse für Eltern und Großeltern künftiger Abc-Schützen an. In zwei bis drei Stunden entstehen dann selbstgemachte Unikate, die auf jeder Einschulung ein Blickfang sind. Die Grundlage bieten Rohlinge, die es mittlerweile in allen Farben und Formen gibt: rund, eckig, aus Pappkarton oder Wellpappe und seit neustem sogar aus selbstklebender Lampenschirmfolie. „Verziert werden können die Schultüten dann zum Beispiel mit großen Stickern, verschiedenen Papieren, Moosgummibuchstaben oder Figuren“, sagt Heike Meier.

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