Weiteres Unglück auf Schweriner See

<fettakgl>Einweisung auf dem See bei Lübstorf:  </fettakgl>Rettungskräfte bereiten sich auf die Suche nach dem Vermissten vor.<foto>Pätzold</foto>
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Einweisung auf dem See bei Lübstorf: Rettungskräfte bereiten sich auf die Suche nach dem Vermissten vor.Pätzold

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25. Juli 2012, 09:19 Uhr

Lübstorf | Noch ist der vermisste Segler, der Anfang des Monats auf dem Schweriner Außensee verunglückte, nicht gefunden, da gibt es einen weiteren tragischen Fall. Bei Lübstorf suchten gestern Nachmittag Rettungskräfte nach einem 50-jährigen Mann, der beim Baden im Schweriner Außensee verunglückte. Nach Polizeiangaben waren drei Personen mit einem Boot auf den See hinausgefahren. Vom Boot sind sie ins Wasser gestiegen und schwammen. Zwei von ihnen schafften es ans Ufer, die dritte Person habe plötzlich um Hilfe gerufen und sei dann nicht mehr gesehen worden. Die beiden anderen Männer gaben an, der 50-Jährige sei untergegangen. An Land setzten sie sofort einen Notruf ab.

Rettungskräfte haben am und auf dem Schweriner See in Nähe der Lübstorfer Klinik nach dem Vermissten gesucht. Vor Ort waren die freiwilligen Feuerwehren aus Lübstorf, Seehof und Bad Kleinen. Die 15 Feuerwehrmänner aus Bad Kleinen hatten ihr großes Mehrzweckboot mitgebracht, und auch die Wehr aus Seehof setzte ihr Schlauchboot für die Suche ein. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Zarrentin war zunächst mit vier, dann mit fünf Tauchern am Unglücksort. Die Taucher suchten die Unglücksstelle nach dem Vermissten ab. Am frühen Abend kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Mit einer Wärmebildkamera wurde die Stelle abgesucht, an der der Mann verschwunden war. Nach rund fünfstündiger Suche zogen dann Taucher die Leiche des Mannes aus dem Wasser bei Lübstorf, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte.

Nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt gab es zeitgleich einen weiteren Großeinsatz für Rettungskräfte: Rund um Herren Steinfeld loderten Flammen. Ausgebrochen war das Feuer gegen 15.30 Uhr bei der Strohernte - aber gleich an mehreren Stellen. Auch schon gepresste Ballen entzündeten sich.

Die Rauchsäulen waren kilometerweit zu sehen, bei der Leitstelle in Schwerin gingen besorgte Anrufe aus der gesamten Region ein. Und die Lage am Ortsrand von Herren Steinfeld sowie an der Waldkante in Richtung Pingelshagen war auch bedrohlich. Zum Glück konnten die Feuerwehrleute und Helfer vom Brüsewitzer Landwirtschaftsbetrieb die Flammen kurz vor den ersten Wohnhäusern löschen. Etwa 60 Kameraden von den freiwilligen Feuerwehren aus Brüsewitz, Cramonshagen, Lützow und Warnitz waren über Stunden im Einsatz. Die Landwirte pflügten Schutzstreifen und verhinderten so ein Ausbreiten des Feuers. Betroffen waren etwa 15 Hektar Acker, wobei sowohl Stoppelfelder als auch noch nicht abgernteten Flächen abbrannten.

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