Sülstorf : Weiterer Solarpark geplant

Auch ohne Sonnenschein liefert der Solarpark bei Sülte Strom: Carsten Hennig (r.) erläutert beim Start die Anlage.
Auch ohne Sonnenschein liefert der Solarpark bei Sülte Strom: Carsten Hennig (r.) erläutert beim Start die Anlage.

Auf einer Fläche von zehn Hektar sind entlang der Bahnstrecke Richtung Holthusen Anlagen skizziert

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15. Mai 2018, 20:45 Uhr

Im vergangenen Jahr deckten Photovoltaikanlagen mit einer geschätzten Stromerzeugung etwa 7,2 Prozent des Netto-Stromverbrauchs inklusive Netzverlusten in Deutschland. Auch die Gemeinde Sülstorf hat dazu einen Beitrag geleistet. Denn auf dem Areal der Kommune gibt es bislang zwei solcher Anlagen. Eine dritte ist derzeit im Gespräch. „Wir haben aber noch keine genauen Planungen auf dem Tisch“, erklärt Vize-Bürgermeister Manfred Kapanke.

Während der jüngsten Gemeindevertretersitzung haben sich die Abgeordneten nochmals über das mögliche Gebiet verständigt. „Wenn gebaut wird, dann entlang der Bahnstrecke zwischen Sülstorf und Holthusen“, sagt der Vize-Bürgermeister und verweist darauf, dass es sich nicht um Flächen der Gemeinde handelt. So stelle die Agrarproduktgesellschaft (Agp) Lübesse die rund zehn Hektar zur Verfügung, die momentan im Gespräch sind. Auch der geplante Solarpark selbst werde nicht von der Kommune betrieben. „Wir machen das aber auch nicht“, sagt Rainer Mönch, Geschäftsführer der Agp Lübesse. Ein entsprechender Investor sei längst gefunden. Und dass demnächst auf dem Ackerland Strom erzeugt werden soll, sieht Rainer Mönch pragmatisch. „Die Pacht ist einfach höher als das, was wir hier auf diesen Böden mit Landwirtschaft erzielen können. Wie das aussieht, steht auf einem anderen Blatt Papier“, erklärt er und ist sich sicher: „Wenn wir es nicht machen, dann macht es jemand anderes.“

Auch die Nachbargemeinde Lübesse hat bereits grünes Licht für die Planungen der Sülstorfer gegeben. „Wir haben nichts dagegen, aber für uns kommt keine Erweiterung in Frage“, sagt Bürgermeister Burghard Engel. Die Flächen im Lübesser Gewerbegebiet seien ausgeschöpft und weitere sollen, so Engel, nicht ausgewiesen werden. Vielmehr setzen die Gemeindevertreter auf die Ansiedlung von „richtigem Gewerbe“. „Wir wollen auch Firmen, die ihren Sitz hier haben und nicht ihre Steuern wo anders abführen, wie es jetzt mit zweien der Solarparks ist“, fügt der Bürgermeister hinzu.

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