Schwerin : Weiter Streit um Straßenbau

Von der Plater Straße bis zur Lomonosowstraße soll saniert werden.  Die Stadtvertreter wollen das noch einmal überprüfen.
Von der Plater Straße bis zur Lomonosowstraße soll saniert werden. Die Stadtvertreter wollen das noch einmal überprüfen.

Die geplanten Sanierungen der Hamburger Allee und der Wittenburger Straße sorgen für Diskussionen – es geht ums Geld

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12. November 2015, 08:00 Uhr

Die Diskussion um die Sanierung der Hamburger Allee geht weiter. Nachdem bereits der Ortsbeirat Neu Zippendorf gegen das Vorhaben Sturm gelaufen ist, meldete sich nun auch CDU-Stadtvertreter Gert Rudolf zu Wort.

Die Stadt will die Hamburger Allee zwischen Plater Straße und Lomonossowstraße in Ordnung bringen. Dazu soll sie grundsaniert, also quasi neu gebaut werden. Weil in diesem Abschnitt nicht besonders viele Autos fahren ist ein Rückbau der jetzt vierspurigen Straße auf nur noch eine Spur in jede Richtung geplant. An der Einmündung der Lomonossowstraße soll ein Kreisverkehr entstehen. (SVZ berichtete) Für die Verwaltung liegen die Vorteile auf der Hand: Die Ampel an der Lomonossowstraße entfällt, der Verkehrsfluss wird flüssiger. Auf etwa 4200 Quadratmetern soll der Straßenbelag ganz verschwinden. Und die Bewirtschaftungskosten für die Straße verringern sich – allerdings nur um insgesamt 1670 Euro im Jahr.

Während für den Kreisverkehr von der Verwaltung ein Variantenvergleich vorgelegt wurde, vermisst Gert Rudolf den für den Straßenabschnitt. „Wir sind alle verpflichtet, die Finanzen im Blick zu behalten. Was würde es denn kosten, wenn wir die Straße nur abfräsen und mit einer neuen Decke versehen?“ Wenn dadurch ein sechsstelliger Betrag eingespart werden würde, sollten die Stadtvertreter darüber „noch einmal nachdenken“, so Rudolf. Dem schließt sich Gerd Böttger von den Linken an. „Wir finden den Rückbau nicht schlecht, aber wie sind die finanziellen Auswirkungen?“ Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow will einen entsprechenden Variantenvergleich nachreichen, bevor die Stadtvertreter entscheiden.

Auch um die Sanierung der Wittenburger Straße zwischen Friedensstraße und Marienplatz zanken sich Stadtvertreter und Verwaltung. Streitpunkt ist die Verlegung der Straßenbahnschienen auf die andere Straßenseite. Dafür sollen rund 30 Meter des bereits mit hohem Aufwand sanierten Teils der Lübecker Straße zum Marienplatz hin noch einmal aufgenommen werden. Für Manfred Strauß von den Unabhängigen Bürgern ist das Vorhaben „alles andere als ein Meisterstück“. Es sei ein Schildbürgerstreich, den sanierten Teil noch einmal anzufassen. „Das ist eine unnötige Geldausgabe.

Baudezernent Bernd Nottebaum versicherte, dass Fördermittel nicht zurück gezahlt werden müssten. Und eine Förderung für die Wittenburger sei mündlich bereits zugesagt. Er will i Bauausschuss jetzt noch einmal über drei mögliche Varianten der Schienenführung diskutieren.

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