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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. Oktober 2017 | 13:33 Uhr

Bauen in Schwerin : Weiter Streit um Baugebiet

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wickendorf-West: Stadt hält an 160 Wohneinheiten fest / Initiative setzt auf Politik

von
erstellt am 19.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Es sollte ein klärendes Gespräch sein, aber in ihren Kernpositionen liegen die Beteiligten noch immer weit auseinander. Investor, Verwaltung, Ortsbeirat und Bürgerinitiative haben sich zusammengesetzt, um eine Lösung für das geplante neue Baugebiet westlich der Seehofer Straße in Wickendorf zu finden. 160 Wohneinheiten sollen nach dem Willen von Verwaltung und Investor entstehen. Gerade mal die Hälfte halten Ortsbeirat und Bürgerinitiative für zumutbar, sie haben Angst um den dörflichen Charakter von Wickendorf, sehen Baulärm und zusätzlichen Verkehr auf den Stadtteil zukommen. (SVZ berichtete).

Baudezernent Bernd Nottebaum spricht von einer Unterredung in einer konstruktiven Atmosphäre, bleibt in der Sache aber hart. „Wir brauchen in der Stadt erschwingliche Baugrundstücke für junge Familien“, sagt er. Bei 160 Wohneinheiten hätten die Grundstücke eine Größe von 500 bis 600 Quadratmetern, bei einem Preis von etwa 110 Euro pro Quadratmeter. In der Variante mit 80 Wohneinheiten wären die Grundstücke um die 1000 Quadratmeter groß – und für Familien mit einem Durchschnittseinkommen kaum bezahlbar, rechnet der Dezernent vor. Kompromissangebot von Investor und Verwaltung: Alteigentümer an der Seehofer Straße können angrenzende Grundstücke als „Bauerwartungsland“ zum Preis von 16,10 Euro pro Quadratmeter erwerben. „Wenn alle Eigentümer mitmachen, würde sich die Zahl der neuen Grundstücke von 160 auf 140 verringern“, erklärt Nottebaum.

Die Bürgerinitiative freilich macht eine andere Rechnung auf: Sie befürchtet Erschließungskosten in unbekannter Höhe für die angrenzenden Grundstücke, wünscht sich auch bei der Verkehrsführung mehr Entgegenkommen von der Verwaltung. „Die Initiative wird von der Forderung der Obergrenze von 80 Wohneinheiten nicht abweichen und versuchen, dafür eine politische Mehrheit zu erreichen“, sagt die Wickendorferin Ursula Köppl. Am 5. September entscheidet der Hauptausschuss der Stadtvertretung über die Aufstellung des B-Plans.

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