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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 13:15 Uhr

Weiter so?

vom

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erstellt am 18.Nov.2007 | 08:23 Uhr

Das Signal, das die Delegierten des CDU-Parteitages ihrem Landeschef mit dem eindeutigen Votum bei der Wiederwahl gaben, ist unmissverständlich: "Weiter so". 89 Prozent stimmten für Jürgen Seidel. Respekt. Seidel als Mann des Ausgleichs war es, der die Union nach Jahren der Selbstzerfleischung wieder in ruhige Fahrwasser brachte. Mit ihm als Verhandlungsführer beim Koalitionspoker mit der SPD schaffte es die CDU 2006 nach acht Jahren Opposition wieder in Regierungsverantwortung. Erfolge, die am Wochenende von den Delegierten honoriert wurden. Doch wichtiger als die Zustimmung für Seidel in der eigenen Partei dürfte für die CDU die Frage sein, wie sie im Land an der Seite des Koalitionspartners SPD vom Wähler gesehen wird. Dort klemmt es.
Glaubt man jüngsten Umfragen läge die CDU derzeit bei Landtagswahlen in der Wählergunst mit 32 Prozent zwei Prozentpunkte hinter der SPD. Das ist nicht dramatisch, aber es zeigt Defizite auf Landesebene. Denn wären Bundestagswahlen würde die Union der gleichen Umfrage zufolge mit 37 Prozent klarer Sieger sein. Was der Landes-CDU ganz offensichtlich fehlen sind klare Akzente und Antworten auf die Frage, was die Union in Schwerin eigentlich besser macht als die SPD.
Sehen wir einmal von den Bürgermeister- und Landrätewahlen im kommenden Jahr ab, hat die CDU noch eineinhalb Jahre Zeit um deutlicheres Profil zu gewinnen. Denn mit den Kommunalwahlen 2008 kommt die erste Nagelprobe. Wird das Ergebnis enttäuschend, könnte es auch mit der Harmonie in der Partei schnell wieder vorbei sein.

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