Schweriner Weihnachtsmarkt : Weihnachten auch nach dem Fest

Weihnachtliche Stimmung, ganz ohne Advent und Vorfreude auf Heiligabend: Frauke, Thomas, Petra und Beate Pester (v.l.) besuchen ihre Verwandtschaft in der Landeshauptstadt und genießen einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt.
Weihnachtliche Stimmung, ganz ohne Advent und Vorfreude auf Heiligabend: Frauke, Thomas, Petra und Beate Pester (v.l.) besuchen ihre Verwandtschaft in der Landeshauptstadt und genießen einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt.

Die Feiertage sind vorbei, doch der Schweriner Weihnachtsmarkt lockt weiterhin mit Glühwein, Bratwurst und Unterhaltung

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28. Dezember 2016, 05:00 Uhr

Die Geschenke sind ausgepackt, der Weihnachtsbraten ist verspeist – so schnell wie die Weihnachtsfeiertage gekommen sind, so schnell sind sie auch wieder vorbeigegangen. Zwar steht in den meisten Schweriner Wohnzimmern noch der obligatorische Weihnachtsbaum, doch der Alltag hat wieder Einzug gehalten. Denn Weihnachten ist vorbei. Doch ein Hauch bleibt: In der Landeshauptstadt können Weihnachtsfans auch nach den Feiertagen noch weihnachtliche Luft schnuppern. Bis Freitag hat der Schweriner Weihnachtsmarkt noch geöffnet – als einziger in Mecklenburg-Vorpommern. Doch wie fühlt sich das eigentlich an, auf dem Weihnachtsmarkt nach den Feiertagen?

Zur Mittagsstunde ist der Schlachtermarkt gut gefüllt. Rund um die Feuerstelle stehen Menschen mit Tassen und trinken Glühwein oder Punsch. Fast so wie zur Adventszeit – nur nach den Feiertagen. Katja Burmeister ist davon irritiert. „Ich finde es komisch, das man nach Weihnachten noch auf einen entsprechenden Markt gehen kann. Meiner Meinung nach sollte der Weihnachtsmarkt nach den Feiertagen zu Ende sein“, sagt die Berlinerin. Gemeinsam ist sie mit Jana Seemann und Benjamin Beucher aus der Hauptstadt zu Gast in Schwerin. Ihre Begleiter teilen ihre Meinung nicht. „Es ist doch toll, das man zwischen Weihnachten und Silvester noch Schmalzgebäck essen kann und die Buden bis Freitag stehen bleiben“, sagt Seemann.

Sabine Flehr aus Schwerin ist ebenfalls angetan vom verlängerten Weihnachtsmarkt. Gemeinsam mit ihren Kindern Maximilian und Isabel isst sie zur Mittagsstunde auf dem Alten Markt. Für sie und ihre Tochter gibt es Handbrot, Maximilian genießt einen Schoko-Crepês. „Am besten ist, dass der graue Alltag nicht gleich wieder Einzug hält. Außerdem stehen nicht so viele Leute an und man bekommt schneller etwas zu essen“, verrät Flehr. Es sei viel entspannter, wenn man ohne Stress die Atmosphäre auch nach den Feiertagen genießen könne.

Alle zwei Jahre kommt Familie Pester aus Sachsen nach Schwerin. „Wir besuchen die Eltern meiner Mutter“, erzählt Beate Pester. Wenn sie schon mal hier seien, würden sie auch auf dem Markt vorbeischauen. Für ihre Mutter Petra sei es erst der zweite Weihnachtsmarktbesuch in diesem Jahr. „Dass Weihnachten schon vorbei ist, spielt überhaupt keine Rolle.“

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