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Bau an der B 106: Wirtin verärgert über Ausschilderung : Weg zur Gaststätte schwer zu finden

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Das Baugeschehen an der Bundesstraße 106 in Zickhusen verfolgt Andrea Knoll intensiv. Für die Wirtin allerdings hat sich mit dem Ausbau ein Problem ergeben. Es geht um die Zufahrt zu ihrer Gaststätte.

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erstellt am 22.Aug.2013 | 08:23 Uhr

Zickhusen | Das Baugeschehen an der Bundesstraße 106 in Zickhusen verfolgt Andrea Knoll intensiv. "Dass die Ortsdurchfahrt jetzt ausgebaut wird, ist schon eine schöne Sache. Immerhin haben die Zickhusener lange darauf gewartet", sagt sie. Für die Wirtin allerdings hat sich mit dem Ausbau ein Problem ergeben. Es geht um die Zufahrt zu ihrer Gaststätte "Knolls Landgasthof". Die Gaststätteninhaberin erklärt: "Direkt von der B 106 geht der Gallentiner Weg ab. Nur ein Stück weiter, knapp 100 Meter entfernt, befindet sich die Gaststätte, die mein Mann und ich gemeinsam führen. Dorthin aber kommen immer weniger Gäste. Denn der Gallentiner Weg ist voll gesperrt und die gewohnte, direkte Zufahrt zum Landgasthof somit abgeschnitten." Ein Verkehrsschild "Verbot für Fahrzeuge aller Art" macht das deutlich. Es wurde im Baubereich aufgestellt, im Gallentiner Weg selbst aber wird gar nicht gebaut, erläutert Andrea Knoll. Gebaut werde an der Ortsdurchfahrt - und das seit etwa drei Wochen.

"Seitdem bleiben die Gäste aus. Einzelne, nur noch Ortskundige finden den Weg über die andere Zufahrt, den Friedensweg. Dieser war bislang als Einbahnstraße ausgewiesen, das ist er nun nicht mehr. Kunden können also von der B 106 in den Friedensweg einbiegen, zur Gaststätte fahren und dann geht es wieder die gleiche Strecke zurück. Theoretisch zumindest. Denn an dieser Einfahrt steht ein Schild "Sackgasse". Und darunter der Hinweis: keine Wendemöglichkeit. Dabei können Gaststättenbesucher auf dem Parkplatz der Gaststätte natürlich auch wenden, betont Andrea Knoll. Das sei gar kein Pro blem. Ein Problem ist es nur, dass das viele gar nicht wissen. Daher haben einige Stammkunden bei ihr angerufen und sich die Zufahrt erklären lassen. "Wir haben aber auch Laufkundschaft, die die Ausschilderungen sehen und nicht wissen, wie sie zu uns kommen können. Deshalb werden es immer weniger Gäste", so die Zickhusenerin. Ihr Mann Wilfried schätzt, dass in der Woche etwa die Hälfte der Besucher auf Grund der unübersichtlichen Verkehrsführung ausbleibt. Über einen längeren Zeitraum gesehen, sei das fürs Geschäft mehr als schädlich. Immerhin, so weiß das Ehepaar, sollen die Bauarbeiten noch ein gutes Jahr dauern.

Eine einfache Lösung aus Sicht der Gastwirtin wäre es, den Gallentiner Weg erst hinter ihrer Gaststätte zu sperren, also hinter der Anbindung an den Friedensweg. Der Durchgangsverkehr würde dann trotzdem fern gehalten werden. Denn die Gemeinde ihrerseits möchte nicht, so weiß Andrea Knoll, dass der Gallentiner Weg als Ausweichstrecke für Kraftfahrer aus Richtung Bad Kleinen dient, die die Baustelle an der B 106 meiden möchten. Denn hier regeln Bauampeln den Verkehr. "Die sind aber sehr gut geschaltet, da bilden sich keine langen Staus", hat Andrea Knoll beobachtet. Hilfreich wäre es zudem, wenn das Hinweisschild "Keine Wendemöglichkeit" abgenommen wird.

SVZ fragte beim Straßenbauamt Schwerin, dem Auftraggeber des Bauprojekts, nach. Dort hieß es: Man wolle Frau Knoll schnell und unbürokratisch helfen. Thomas Pfennigschmidt, Bauüberwacher vom Straßenbauamt, werde gemeinsam mit der Gaststätteninhaberin nach einer akzeptablen Lösung suchen. Diese könnte so aussehen, dass die Einfahrt über den Friedensweg für ihre Gäste künftig besser zu erkennen sein wird.

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