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Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 07:44 Uhr

Alt Meteln : Wechsel im Pfarrhaus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Am Sonntag wird Pastorin Anja Fischer verabschiedet und Markus Seefeld in sein neues Amt eingeführt

von
erstellt am 17.Jul.2015 | 21:00 Uhr

Die Kirchengemeinde Alt Meteln-Cramon-Groß Trebbow bekommt wieder einen Pastor. Markus Seefeld wird am Sonntagnachmittag in der Dorfkirche von Alt Meteln in sein neues Amt eingeführt. Nur wenige hundert Meter weiter sind die Eheleute Raphaela und Markus Seefeld sowie die beiden Kinder auch schon eingezogen: Die Familie lebt seit Monatsbeginn in der Dienstwohnung im Pfarrhaus. „Das wird ganz schnell unser neues Zuhause“, ist der 35-Jährige überzeugt. „Denn wir haben uns auf den ersten Blick in Alt Meteln verliebt.“

Der junge Pastor hatte sich diese große Kirchengemeinde nicht direkt ausgesucht. „Ich komme aus Wittstock“, erzählt Seefeld. Seit 2006 arbeitete er erst als Vikar, dann als Pastor in der Kirchengemeinde dieser Stadt in Nordbrandenburg. Nach fast zehn Jahren sei es Zeit für einen Wechsel gewesen. Und die Familie zog es in den Norden, raus aus Brandenburg. „Meine Frau ist Lehrerin und möchte neben Religion auch wieder Deutsch unterrichten. Das war in Wittstock nicht möglich“, erzählt Markus Seefeld. Der Pastor bewarb sich daher in der Nordkirche um eine Stelle – ohne konkreten Ortswunsch. Und da in Alt Meteln die Vollzeit-stelle wieder besetzt werden soll, wurde ihm diese Pfarrstelle angeboten. Gleich beim ersten Besuch war die Familie begeistert – „von Landschaft und Leuten“, wie Seefeld betont.

Das kann Anja Fischer verstehen. Denn der 49-Jährigen geht es ebenso. Gut zwei Jahre war sie als Kuratorin in dieser Kirchengemeinde tätig. Die Pastorin sprang nach dem Weggang von Thorsten Markert nach Schwerin hier ein – halbtags und eigentlich nur für ein halbes Jahr. Doch die Vertretungszeit wurde mehrfach verlängert. Die Schwerinerin hat gern in Alt Meteln und Umgebung gearbeitet. Auch wegen des besonderen Menschenschlages in der Region. „Hier gibt es gleich eine doppelte Mischung von Alteingesessenen und Hinzugezogenen“, erläutert Fischer. Denn nach 1945 kamen viele Kriegsflüchtlinge nach Mecklenburg, sie fanden hier eine neue Heimat. Und auch nach der Wende erlebten die Dörfer am Rande Schwerins einen Aufschwung durch den Zuzug vieler Neu-Mecklenburger. „Viele davon bringen sich über die Grenzen ihres Dorfes für die Kirche ein“, freut sich Fischer. Hinzu kommen weitere Ehrenamtliche, die sich für den Erhalt der historischen Bauten einsetzen. Zu dieser Kirchengemeinde gehören fünf Kirchen, vier Friedhöfe und drei Pfarrhäuser.

So gern Anja Fischer auch in Alt Meteln gearbeitet hat, aufs Dorf ziehen wollte die 49-Jährige aber nicht – wegen der Familie. Denn ihr Mann Stefan ist Musiker und als solcher vor allem in Schwerin gefragt und gefordert. Außerdem gehen die Zwillingstöchter in der Stadt zur Schule. „Deshalb wollte ich auch weiterhin nur auf einer halben Stelle tätig sein“, ergänzt Anja Fischer. In ihrer künftigen Arbeit ist beides auch möglich. Die Schwerinerin weiß zwar noch nicht, wo sie demnächst als Seelsorgerin tätig sein wird: Sie übernimmt im Kirchenkreis Mecklenburg eine halbe Stelle als Vertretungspastorin.

Beim Gottesdienst am morgigen Sonntag wird Anja Fischer verabschiedet und Markus Seefeld begrüßt. Er beginnt um 14 Uhr in der Kirche Alt Meteln.

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