Polizisten trainieren Ernstfall : Wasserwerfer im Test

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Zum Glück kein Ernstfall: In Schwerin trainierte die Bereitschaftspolizei das Zusammenwirken mit anderen Einsatzkräften. Dabei wurde auch ein neuer Wasserwerfer getestet.

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12. März 2014, 20:32 Uhr

Das Szenario wirkt bedrohlich: Eine Gruppe junger Leute, zum Teil vermummt, geht lautstark pöbelnd und wild gestikulierend auf die Polizisten los. Schon fliegen die ersten Flaschen auf die Beamten, die in Linie dicht an dicht gegen die Randalierer vorrücken. Dann erschallt per Lautsprecher aus dem Fahrzeug die Aufforderung an die Krawallmacher, den Platz zu räumen. Als sie das nach zwei weiteren Warnungen noch immer nicht gemacht haben, schießt ein Wasserstrahl aus dem Auto und grelles Licht blendet die Angreifer. Die suchen nun fluchtartig das Weite.

Doch das, was sich gestern in der Hagenower Straße abspielte, war nur eine Übung. Die Aufruf-Hundertschaft der Bereitschaftspolizei trainierte das Zusammenwirken mit anderen Einsatzkräften und dem neuen Wasserwerfer unter realitätsnahen Bedingungen. Die „Randalierer“ waren Kollegen, denen diese Aufgabe zugeteilt worden war.

„Wir haben zwei Wasserwerfer im Bestand, einer wurde jetzt strukturmäßig durch einen neuen ersetzt“, sagt Polizeisprecher Steffen Salow. Das Fahrzeug sei hochmodern und technisch ausgefeilt ausgestattet, habe vorne und hinten Strahlrohre und Kameras erlaubten einen perfekten Rundumblick. „Die Sondergruppe, die den neuen Wawe 10 bedient, hat eine dreiwöchige Spezialausbildung absolviert, muss aber den Umgang mit der neuen Technik jetzt noch weiter perfektionieren. Dafür dienen auch solche Übungen“, erläutert Salow. Denn die Wasserwerfer kommen nur selten zum Einsatz, müssen dann aber, wie zuletzt beim Fußballspiel von St. Pauli gegen Hansa, im Verbund agieren.

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