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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. Oktober 2017 | 01:07 Uhr

„Artefakt III“ : Wasser inspiriert die Künstler

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neue Ausstellung „Artefakt III“ im Kunst-Wasser-Werk zeigt Malerei, Fotografie, Skulpturen, Objekte und Installationen

von
erstellt am 16.Jun.2014 | 23:12 Uhr

Die Künstler des Vereins „Kunst-Wasser-Werk Schwerin“, die ihre Ateliers im alten Wasserwerk an der Schweinekurve eingerichtet haben, laden einmal im Jahr zu einer großen Gemeinschaftsausstellung ein. Eröffnet wurde die „Artefakt III“ am Wochenende mit einem facettenreichen Fest, das hunderte Besucher anlockte. Zur Musik von Marie Sophie Hüpeden tanzte Kellymarie Sullivan eigene Choreografien, bevor Vereinschefin Gabriele Szymanski in die Ausstellung einführte: „Wasser ist in diesem Jahr das zentrale Thema des Schweriner Kultur- und Gartensommers und wir arbeiten im alten Wasserwerk. Da bot es sich natürlich an, dass sich unsere Künstler intensiv mit der Thematik auseinandersetzen. Die Vielfalt der Ergebnisse ist bestechend“, fasste sie zusammen.

In der großen Ausstellungshalle beispielsweise sind ganze Bildreihen von Silke Meyer und Anke Weßling zu sehen. So lädt Silke Meyer, die zum Teil auf alten Kulissenteilen des Staatstheaters gearbeitet hat, die Betrachter ihrer Bilder ein, mit ihr auf unterschiedliche Weise „Im Meer der Zeit“ zu versinken. Lustig ist ihre Version vom Wassermann.

Vor Anke Weßlings Wasserland-Bildern kann der Betrachter zum Beispiel „Unterwassergeflüster“ miterleben oder Unterwasserwiesen entdecken. „Blau ist mein persönlicher Farbklang, man nimmt es durch das Herz auf und lässt es den ganzen Körper durchströmen“, erklärt die Künstlerin zu ihrer Lieblingsfarbe. Für sie ist vor allem der Prozess des Arbeitens das Aufregendste. Deshalb ist oft ein scheinbar schon fertiges Bild nur eine Etappe im Schaffensprozess von Anke Weßling, die es liebt, Schicht auf Schicht aufzutragen.

Nando Kallweit steuert in der großen Halle noch seine Skulptur „Ikarus 2“ bei und das überdimensionale Porträt von „Marike“ – vier Meter breit auf Mehrschichtplatten gefertigt. Anke Kallweit bereichert diesen Teil der Ausstellung mit Schmuck, bei dem das Blau des Wassers dominiert.

Zu bieten hat „Artefakt III“ aber noch viel mehr, denn auf dem weitläufigen Gelände der ehemaligen Industriebrache tauchen immer wieder Skulpturen, Installationen und Kunstobjekte auf. Zudem haben alle Künstler ihre Ateliers geöffnet. Zu sehen ist bei Claudia Körner Kunstfotografie, schön arrangiert zu einer in sich geschlossenen Ausstellung. Maibritt Wendig zeigt Malerei und gibt Einblick in ihr generationsübergreifendes Projekt der „vier Jahreszeiten“, zu dem zahlreiche Filzpuppen-Unikate gehören. Jørn Mortensen zeigt eindrucksvolle Malerei und Eckart Sarnow Skulpturen. Erstmals bei einer „Artefakt“-Ausstellung vertreten ist Igor Korshun. Er ist das neueste Mitglied im Kunst-Wasser-Werk-Verein und präsentiert Holzskulpturen.

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