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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 00:29 Uhr

Auf Eis : Was wird aus Berliner Platz?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Neu Zippendorfer Zentrum sollen perspektivisch alle Wohnhäuser abgerissen werden – die Stadt denkt über eine Neubebauung nach

von
erstellt am 13.Jan.2015 | 21:15 Uhr

Monatelang wurde über die Neugestaltung des Berliner Platzes gestritten, gerungen, diskutiert, bis die Stadtvertretung im vergangenen Jahr endlich einen Beschluss gefasst hat. Jetzt liegen die Pläne auf Eis. „Wir wollen erst 2017 anfangen, weil wir die Fördermittel zunächst für den Heinehort brauchen“, sagt Baudezernent Bernd Nottebaum. „Die Sanierung des Berliner Platzes ist aber nicht vom Tisch.“ Der Grund: Die Gestaltung des Platzumfeldes ist unklar.

Zwischen Rostocker und Plater Straße will die Schweriner Wohnungsgesellschaft (WGS) perspektivisch alle Wohngebäude abreißen (SVZ berichtete).

Wenn die WGS-Pläne tatsächlich umgesetzt werden, entstünde in Neu Zippendorf ein riesiges „Loch“, das fast ein Viertel des Stadtteils umfassen würde. Der Berliner Platz läge ohne jede Wohnbebauung quasi im Nichts. „Das Zentrum Neu Zippendorfs ist ein attraktiver Standort“, sagt WGS-Chef Thomas Köchig. „Den können wir nicht brach liegen lassen.“ Der Hauptverkehr fließt nördlich und südlich an dem Gebiet vorbei. In der Mitte gibt es bereits einen Grünstreifen, die so genannte Sparkassenallee. „Ich könnte mir die Bebauung mit dreigeschossigen Wohnhäusern mit einem Staffelgeschoss oben drauf vorstellen“, sagt Köchig. „Die Planungshoheit liegt aber natürlich bei der Stadt.“ Die hat noch keine konkreten Pläne. „Wir arbeiten derzeit noch an der Aktualisierung des Stadtentwicklungskonzeptes“, sagt der Baudezernent. „Das soll Ende Februar fertig sein.“

Wie mit dem Berliner Platz dabei umgegangen wird, ist auch noch unsicher. Sagt das Einzelhandelskonzept für Neu Zippendorf, dass am Platz kein Supermarkt angesiedelt werden soll, so hat nach SVZ-Informationen gerade ein so genannter Nahversorger Interesse an einer Ansiedlung angemeldet. Kommt der tatsächlich an den Berliner Platz, so könnten sich dort weitere Geschäfte ansiedeln. Sicher ist aber noch nichts.

Und auch der Abriss der vorhandenen Wohnhäuser birgt noch einige Unwägbarkeiten. Denn das Land fördert den Rückbau nur, wenn Wohnungen „vom Markt“ genommen werden, also die Zahl der Mietwohnungen verringert wird. Wenn zwischen Rostocker und Plater Straße aber neu gebaut wird, ist das nicht nur in geringem Maße der Fall.

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