Banzkow : Was soll ich bloß werden?

 Im Gespräch: Mathias Krüger mit Cedrik und Jonas (r.)
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Im Gespräch: Mathias Krüger mit Cedrik und Jonas (r.)

Tag der Berufsorientierung an der Regionalschule Banzkow besuchten 120 Schüler

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09. März 2018, 23:13 Uhr

„Wer Flugzeuggerätemechaniker am Tornado werden will, muss derzeit damit rechnen, in Jordanien eingesetzt zu werden. Da sind die Tornados jetzt stationiert und machen Aufklärungsflüge über Syrien“, erklärt Hauptfeldwebel Mathias Krüger streng den Zuhörenden. Das sind in diesem Falle Cedrik sowie Jonas mit seiner Mutter Edita. Die beiden Schüler aus der 7A und 9B sind zwei von 120 Schülern der Regionalschule Banzkow, die sich beim diesjährigen Berufsorientierungstag umsehen. „Wir machen das bereits das elfte Jahr, heute sind etwa 30 Unternehmen hier“, informiert die stellvertretende Schulleiterin Sylvia Seidel. Die beiden Jungen schreckt nicht ab, was der Hauptfeldwebel sagt, der im Karriereberatungsbüro Schwerin für alle jungen Menschen zuständig ist, die sich in der Region für eine Ausbildung bei der Bundeswehr interessieren. „Die Bereitschaft für einen Einsatz muss grundsätzlich da sein“, sagt er. Auch ein IT-Soldat - ebenfalls ein möglicher Ausbildungsberuf bei der Bundeswehr - sei in erster Linie ein Soldat. „Aber dafür habt ihr Abwechslung, das macht diesen Beruf interessant. Und ein ganz wichtiger Faktor ist bei uns die Teamarbeit, Kameradschaft.“ Alle Azubis bekämen drei Monate Grundausbildung, in der sie in der Kaserne untergebracht seien. Im Falle von Cedrik und Jonas wäre das die Kaserne Hagenow. „Man muss mindestens 50 Kilo wiegen und einen Body Mass Index von 19 haben“, so Krüger, der bei der Truppe als Bürokaufmann ausgebildet wurde.

Cedrik ist sehr entschlossen, sich für die Ausbildung als Flugzeuggerätemechaniker zu bewerben. „Ich will was mit Flugzeugen machen. Ich hatte überlegt, ob ich später zu Airbus gehe, aber da ist es ganz schwer, ran zu kommen. Über die Bundeswehr wäre es leichter.“ Inklusive Ausbildung müsste er sich mindestens für neun Jahre bei Deutschlands Armee verpflichten.

Auch Jonas kann sich gut eine Ausbildung bei der Bundeswehr vorstellen, vielleicht als Panzerfahrer.

Charly-Ann aus der 8B hat sich dagegen beim Stand der Deutschen Bahn umgesehen und sich angehört, was Personalleiter Daniel Weber aus Schwerin über die Ausbildung als Fahrdienstleiter in einem Stellwerk erzählt hat. „Eigentlich möchte ich Fotografin werden“, verrät sie. „Aber meine Familie meint, da verdient man so wenig.“ So werde sie ihr Hobby neben einem Beruf weiter verfolgen.

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