Ehrenamt in Schwerin : „Was macht Ihnen Spaß?“

Beratungsgespräch: Torsten Trautmann (r.) informiert sich bei Otmar Kunau vom Fachkreis „Ehrenamt in Schwerin“ über Möglichkeiten des freiwilligen Engagements.
Beratungsgespräch: Torsten Trautmann (r.) informiert sich bei Otmar Kunau vom Fachkreis „Ehrenamt in Schwerin“ über Möglichkeiten des freiwilligen Engagements.

Börse im Stadthaus gibt zweimal im Monat Tipps für Menschen, die sich ehrenamtlich in Schwerin engagieren möchten

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09. Januar 2018, 16:00 Uhr

Torsten Trautmann ist auf der Suche. Der 49-jährige Schweriner darf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr voll arbeiten, möchte in seiner Freizeit etwas Sinnvolles tun. „Ich würde zum Beispiel gern älteren oder behinderten Menschen helfen, sie zu Ärzten und Behörden begleiten“, sagt Trautmann. Doch an wen kann er sich wenden? Wo wird seine Hilfe benötigt?

Otmar Kunau vom Fachkreis „Ehrenamt in Schwerin“ sitzt in Raum 1088 im ersten Stock des Stadthauses, vor sich ein Tablet, auf dem gerade die Internet-Seite von „Ehrenamt in Schwerin“ geöffnet ist. „Was gefällt Ihnen? Was macht Ihnen Spaß?“, will Kunau von Torsten Trautmann wissen. Dann scrollt er die Liste der Angebote herunter – und hat gleich den einen oder anderen Vorschlag. So suche etwa ein großer sozialer Träger in der Stadt Reisebegleiter für Kinder mit Behinderungen.

Jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr bietet der Fachkreis „Ehrenamt in Schwerin“ seine Hilfe an. „Wir haben einen Überblick über Vereine und Verbände, die Ehrenamtliche suchen, und können Interessierte weiter vermitteln“, erklärt Kunau. Von Umwelt und Natur über Soziales, Sport und Kultur bis Gesundheit und Rettungswesen reicht die Palette der Möglichkeiten für ein freiwilliges Engagement. Seit 2012 gibt es den Fachkreis, der organisatorisch an das Seniorenbüro der Stadt angebunden ist. „Das Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen“, berichtet Kunau. Zwischen drei und sechs Ratsuchende kämen zu jeder Börse.

Auch Uta Krause ist an diesem Nachmittag ins Stadthaus gekommen. Die Leiterin der Schweriner Telefonseelsorge würde die Ehrenamtsbörse gerne als Plattform nutzen, um neue Mitarbeiter für das Hilfsangebot zu werben. „Im September beginnt bei uns wieder ein neuer Ausbildungskurs“, sagt Krause. Bei Otmar Kunau erkundigt sie sich nach den Voraussetzungen für eine Präsentation. Und prompt ist ein Termin vereinbart: Am 7. Juni wird sich die Telefonseelsorge bei der Börse im Stadthaus vorstellen.

Und Torsten Trautmann? Er ist offen für die Vorschläge, die ihm Otmar Kunau unterbreitet hat. „Ich habe in meinem Leben schon viele Dinge gemacht“, sagt der gelernte Bürokaufmann. So könnte er sich auch vorstellen, bei der Telefonseelsorge einzusteigen. „Dreimal vier Stunden im Monat dauert der Dienst am Telefon, bei dem man auch viel über sich selbst erfährt“, sagt Leiterin Krause.

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