Schwerins Ärger der Woche : Warum gerade die Haselnußstraße?

Bauarbeiten beendet: Anwohner hatten sich über die Sanierung gewundert.
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Bauarbeiten beendet: Anwohner hatten sich über die Sanierung gewundert.

Anwohner wundern sich: Andere Straße hätten eine Sanierung nötiger, sagen sie

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10. August 2016, 12:00 Uhr

Verwunderung bei den Anwohnern des kleinen Wohngebietes zwischen Eschenstraße und Kastanienstraße. Schweres Gerät wurde herangeschafft und die Haselnußstraße saniert. „Eine erkennbare Begründung für den Aufwand dieser Sanierung lag nicht vor“, schreibt Andreas Fahrendorf in einem Leserbrief an die SVZ. „Der Aufwand dieser Sanierung steht im eklatanten Widerspruch zu dem Zustand der anderen Straßen des Wohngebietes.“ Insbesondere die „stark frequentierte“ Ahornstraße hat es nach Meinung des Lesers nötiger. Fahrendorf argwöhnt: „Nun haben wir erfahren, dass in diesem Straßenabschnitt zufällig ein Abgeordneter der SPD wohnt und die unbegründete Sanierung offensichtlich von ihm ,beschleunigt‘ wurde.“

Dem widerspricht Axel Klabe, stellvertretender Werkleiter der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen. „Die Sanierung der Haselnußstraße stand für dieses Jahr im Straßensanierungskonzept der Stadt.“ Das Papier werde planmäßig abgearbeitet.

Dass andere Straßen in dem Baugebiet es nötiger hätten, bestätigt Klabe. „Wir haben die Haselnußstraße gemacht, weil sie noch repariert werden konnte. Andere Straßen sind so kaputt, dass nur noch ein Quasi-Neubau in Frage kommt.“ Eine „Unterhaltung“ reiche da nicht mehr.

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