Kita-Stau : Warten auf Entspannung

Manche Eltern warten seit Wochen auf die Bearbeitung ihrer Anträge für einen Kita-Platz und Ermäßigungen für ihre Kinder.
Manche Eltern warten seit Wochen auf die Bearbeitung ihrer Anträge für einen Kita-Platz und Ermäßigungen für ihre Kinder.

Die Verwaltung hat ihre Organisation verändert – ab der kommenden Woche sollen die Elternanträge in den Kitas schneller abgearbeitet werden

svz.de von
20. März 2014, 12:00 Uhr

Der Kita-Antragsstau geht weiter. Eltern, die ihre Kinder in einer Kita angemeldet haben, müssen sich weiter gedulden. Die Bearbeitung ihrer Anträge wird erst ab der kommenden Woche in Fahrt kommen. Dann sollen neu organisierte Arbeitsabläufe das Verfahren beschleunigen. Das Ganze sei ein schwieriges Thema, sagt Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow.

„Steigende Fallzahlen und der Wegfall eingespielten Personals machen der Verwaltung zu schaffen“, sagt Sozialdezernent Dieter Niesen. Drei Mitarbeiterinnen sind wegen Überlastung krank, nur noch eine Angestellte bearbeitet derzeit die Kita-Anträge. „Andererseits ist deren Zahl seit dem vergangenen Jahr massiv angestiegen“, so Niesen. Innerhalb der Verwaltung Mitarbeiter umzusetzen, ist offenbar auch nicht so einfach möglich. „Es ist schwer, Leute zu finden“, bedauert die Oberbürgermeisterin. Sie hat innerhalb der Stadtverwaltung die Personalverantwortung. „Ich habe extern drei zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt.“ Außerdem wurden drei Lehrlinge in den Bereich umgesetzt, die jetzt die Registratur umstellen sollen. „Das wollen wir in dieser Woche abschließen“, sagt Dieter Niesen. „Dann haben wir einen deutlich besseren und schnelleren Zugriff auf die einzelnen Vorgänge.“ Außerdem wird das Bürgerbüro helfen, so das Versprechen des Sozialdezernenten. „Dort können die Anträge schon mal gesichtet werden. Die Eltern bekommen dann gleich Hinweise, was sie eventuell noch nachreichen müssen.“ Außerdem wurden die Arbeitsabläufe geprüft und geändert. „Dadurch sind über Arbeitsbereiche hinweg Vertretungen möglich.“

Um das Jugendamt zu entlasten, wurden die Arbeitszeiten der Schulsekretärinnen aufgestockt. Die bearbeiten jetzt die Essengeldanträge. „Auch das führt zu einer Entlastung“, so Niesen.

Ab der nächsten Woche soll nun alles besser werden. „Dann können wir die Anträge verstärkt abarbeiten“, kündigt der Sozialdezernent an. Allerdings droht bereits das nächste Desaster: „Der Stress bei den Zuweisungen für den Hort kommt im Mai“, sagt Angelika Gramkow.

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