Selbsttest : Wartefrei zum neuen Ausweis

Die Nummer im Displayzeigt, an welchem Platz man sich meldet, um neue Papiere zu beantragen oder abzuholen.
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Die Nummer im Displayzeigt, an welchem Platz man sich meldet, um neue Papiere zu beantragen oder abzuholen.

SVZ machte den Test: Online-Reservierung für Termin im Stadthaus funktioniert

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17. November 2014, 07:45 Uhr

Der Selbsttest im Stadthaus zeigt: Es funktioniert. Vor knapp einem Jahr hat die Stadt das Besucherleitsystem mit Online-Terminvergabe in Betrieb genommen. „Wir reagieren damit auf die stark gestiegenen Besucherzahlen in unserem Bürgerbüro und im Dokumentenservice und wollen insbesondere die Wartezeiten für die Bürger, aber auch den Bearbeitungsaufwand der Verwaltungsmitarbeiterinnen reduzieren“, hatte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow bei der Inbetriebnahme erklärt. Das war auch nötig: Allein im Dokumentenservice, wo die neuen biometrischen Personalausweise ausgegeben werden, steigt das Besucheraufkommen in den kommenden Jahren stark an. Während 2013 rund 9000 Schweriner einen neuen Personalausweis beantragt haben, werden es 2015 fast 15 000 sein.

SVZ machte den Test. Klappt es wirklich alles so einfach? Die Theorie: Heute können die Schweriner mit dem System online einen Termin ihrer Wahl reservieren. Das ist sowohl am Terminal im Foyer des Stadthauses als auch unter www.schwerin.de möglich. Die Online-Termine für den Dokumentenservice können 90 Tage im Voraus reserviert werden. Dann gibt es jeweils eine Bestätigungs-E-Mail, eine Wartenummer und Hinweise zum ausgewählten Anliegen – z. B. mitzubringende Unterlagen, Gebühren usw.

Die Terminvergabe im Netz klappt reibungslos. Wo schon alles belegt ist, ist das Datum dunkel unterlegt, freie Termine werden vorgeschlagen. Nur wenige Minuten später ist die E-Mail aus dem Stadthaus im Postfach des heimischen Computers. Kurz bestätigt und Datum und Uhrzeit für die Beantragung im Stadthaus stehen fest.

Der Wartebereich ist gut gefüllt. Auf dem Flachbildschirm läuft Werbung in eigener Sache: Der Personalausweis wird vorgestellt. Der Ton ist aus. Der Wasserspender hat viele Besucher, die meisten drehen einen kleinen, weißen Zettel in der Hand. Sie haben keinen Termin reserviert, sondern eine Wartenummer im Foyer gezogen. Pünktlich zur verabredeten Zeit ist meine Nummer an der Reihe. Sie blinkt auf dem Display über dem Bearbeitungsbüro auf, verbunden mit einem kurzen akustischen Signal. Die Mitarbeiterin hat schon alle Unterlagen am Platz, Fingerabdruck-Scan am PC, Unterschriften, Bezahlung per EC-Karte ohne aufzustehen – nach nicht einmal fünf Minuten bin ich wieder draußen. Den neuen Termin zur Abholung inklusive meiner Nummer habe ich in der Tasche.

Nach vier Wochen kommt Post von der Stadt: Die Geheimnummer für die Online-Funktionen des neuen Personalausweises. Zwei Wochen später im Stadthaus gibt es den Ausweis dazu – wiederum ohne Wartezeit. Das Online-Reservierungssystem funktioniert bestens. Die Zeiten stundenlangen Wartens im Amt ist Geschichte. So sieht Bürgerservice aus.

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