Wintersport : Warsower starten in die Eissaison

Eishockey in Mecklenburg: Die Warsower Freizeitsportler haben sogar eine eigene Spielstätte in ihrem Dorf, nutzen aber auch die Eisbahn des Schweriner Weihnachtsmarktes, um dem Puck nachzujagen.
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Eishockey in Mecklenburg: Die Warsower Freizeitsportler haben sogar eine eigene Spielstätte in ihrem Dorf, nutzen aber auch die Eisbahn des Schweriner Weihnachtsmarktes, um dem Puck nachzujagen.

Schweriner Weihnachtsmarkt ermöglicht Training, zumal die eigene Bahn der Freizeitsportler noch nicht gefroren ist

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04. Dezember 2014, 16:00 Uhr

Für 18 Mitglieder aus dem Sportverein Warsow sind die Wetteraussichten mit steigenden Temperaturen keine guten Nachrichten: Die Eishockey-Spieler um Enrico Templin wünschen sich anhaltendes Frostwetter. Denn dann können sie wieder auf ihrer selbst angelegten Eisbahn am Dorfrand dem Puck nachjagen. Gestern Abend fand schon mal ein Test statt. Aber das Eis war noch nicht stark genug, um jeden Tag darauf spielen zu können.

Dennoch können die Warsower schon jetzt ihre Schlittschuhe schnüren und dem Puck nachjagen – zumindest einmal pro Woche. Die Freizeitsportler haben sich einen Termin auf der Eisbahn des Schweriner Weihnachtsmarktes reserviert. Dort sind sie in dieser Woche ins Training eingestiegen. „Uns geht es in erster Linie um den Spaß“, betont Enrico Templin. Aber zahlenmäßig gewachsen und immer besser geworden ist die Truppe in den zurückliegenden vier Wintern schon. „Beim Turnier für Fun-Teams zum Ende der vorigen Saison haben wir in der Rostocker Eishalle die Plätze 1 und 4 geholt“, erzählt Templin stolz. Das ist natürlich Motivation und Ansporn zugleich, zumal die Teilnahme an dem Rostocker und anderen Turnieren wieder auf dem Terminplan der Warsower Eishockey-Spieler steht.

Bis dahin soll es aber viele Stunden auf dem Warsower Eis geben. „Wenn das Eis hält, sind jeden Tag Spieler drauf“, unterstreicht Templin. In der ersten Saison im Winter 2011/2012 gab es neben dem Warsower Wasserwerk eine provisorische Bahn, die nur eine Saison überstand. Danach wurde eine dauerhafte Spielfläche angelegt. Die ist 36 mal 17 Meter groß. Zehn Zentimeter hoch steht das Wasser. Nach einer Woche mit strengem Frost ist das Wasser komplett zu Eis geworden. Die Eishockey-Spieler müssen daher nicht fürchten einzubrechen – wie zu Zeiten, als noch auf dem Krügerteich gespielt wurde. Und das Flutlicht neben der Bahn erlaubt es den Warsowern, nach Feierabend noch auf den Kufen zu stehen. Ein beheizter Bauwagen als Umkleideraum sowie Toiletten stehen ebenfalls bereit.

Nicht nur Eishockey ist neben dem Wasserwerk möglich. Ein kleiner, künstlich angelegter Hügel ermöglicht es Kindern, hier zu rodeln. Aber dazu muss es erst schneien. Templin und seine Mitstreiter hoffen daher auf einen richtiger Winter mit Frost und Schnee. Dann wollen sie im Januar wieder einen Wintersporttag organisieren. Schlittschuh-Läufer und andere Eishockey-Teams können dann gern nach Warsow kommen. Und an dem Tag wird auch für Verpflegung gesorgt. Templin: „Wann genau wir das machen, müssen wir aber kurzfristig entscheiden – unser Sport braucht eben richtiges Winterwetter.“

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