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Baustellen in Schwerin : Wallstraße: Stadt verschiebt Neubau

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Brücke kommt erst 2019: Wann die Vorarbeiten für Versorgungsleitungen beginnen, entscheidet sich in den nächsten Wochen

von
erstellt am 06.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Es könnte im kommenden Jahr eine für viele Schweriner recht ungewohnte Verkehrssituation entstehen: Es gibt keine Großbaustelle mit Vollsperrungen und weiträumigen Umleitungen in der Innenstadt. „Wir gönnen den Schwerinern eine Pause“, sagte lachend Baudezernent Bernd Nottebaum noch vor Kurzem. Denn fest im Plan sind aktuell nur die Erneuerung der Rogahner Straße und der vierspurige Ausbau der B 321 – beide weit weg von der City. Doch ob es tatsächlich die Umleitungs-Pause für die Innenstadt geben kann, ist noch nicht ganz sicher. Und das liegt an den Vorarbeiten für den Neubau der Brücke Wallstraße.

Nach der über Jahre gesperrten Wittenburger Straße und der monatelangen Sperrung am Bürgermeister-Bade-Platz würden die Autofahrer es sicher dankend annehmen, ohne Sperrungen in der Innenstadt fahren zu können. Der ursprünglich für das kommende Jahr geplante Abriss und Neubau der Brücke Wallstraße ist dafür bereits auf das übernächste Jahr verschoben worden. Das wird dann erneut zahlreiche Änderungen der Verkehrsführung mit sich bringen.

Die langfristige Planung ist notwendig, weil mit der Bahn so genannte Sperrzeiten ausgehandelt werden mussten, wie Baudezernent Bernd Nottebaum berichtet. Also Termine, zu denen der Zugverkehr für die Arbeit der Bauleute eingestellt wird. Und die stehen für 2019 fest, so der Baudezernent.

Doch es muss noch viel mehr getan werden, als die marode Brücke zu ersetzen. Sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen wollen in Abstimmung von Abwasserentsorgung, Wassergesellschaft und Netzgesellschaft unter den Gleisen verlegt werden. „Und das wahrscheinlich, bevor die Arbeiten an der Brücke beginnen“, sagt Nottebaum. Details würden aktuell geklärt. Eine Entscheidung wäre in den nächsten Wochen zu erwarten. Heißt: Ob doch schon 2018 an der Wallstraße gearbeitet werden muss und es daher doch schon Sperrungen geben muss. Die städtischen Firmen rechnen mit einer Bauzeit von einem halben Jahr.

Die 1958 errichtete Brücke in der Wallstraße soll 2019 erneuert werden. Eine Variantenuntersuchung im Jahr 2011 hat ergeben, dass als Ersatz ein Neubau als Stahlbetonrahmen die wirtschaftlichste Lösung ist. Der Neubau wird insgesamt 4,5 Millionen Euro kosten. Während der Bauphase muss die Wallstraße im Bereich der Brücke voll gesperrt werden. Eine Ersatzbrücke für die Bauzeit ist aus Platz- und Kostengründen nicht vorgesehen.

Das Problem dürfte auch hier das Verkehrsaufkommen vom Schlosspark-Center sein. Der Verkehr müsste komplett über die Eisenbahnstraße und die Brunnenstraße zum Ostorfer Ufer gelenkt werden. Kein Wunder also, dass die städtischen Verkehrsplaner im Zusammenhang mit der Brückenerneuerung auch ganz neue Verkehrsvarianten prüfen. Eine ist die Öffnung der Wittenburger Straße in beide Fahrtrichtungen. Dann könnten Autofahrer das Parkhaus Schlosspark-Center auch über die Wittenburger Straße in Richtung Obotritenring verlassen. Die Verlegung der Straßenbahngleise am Wittenburger Berg war dafür schon die notwendige Vorarbeit. Dadurch wäre dort ein Begegnungsverkehr der Autos möglich.

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