Pinnower Forst : Waldwege am Ufer wieder frei

Freigeräumt: Hier lässt es sich wieder wandern. Auch wenn Spuren des Holzeinschlages noch zu erkennen sind, die Hindernisse auf dem Weg wurden beiseite geräumt.
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Freigeräumt: Hier lässt es sich wieder wandern. Auch wenn Spuren des Holzeinschlages noch zu erkennen sind, die Hindernisse auf dem Weg wurden beiseite geräumt.

Nach Holzeinschlag am Ufer des Pinnowers Sees sorgte liegengebliebenes Kronenholz bei Wanderern für Ärger:

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07. August 2016, 09:00 Uhr

Spuren des Holzeinschlags im Wald oberhalb des Pinnower Sees sind noch zu erkennen, aber die Wege zum Wandern wieder frei. Der Ärger im Frühjahr war groß: Die Wanderwege seien nicht mehr begehbar, hatten sich Naturfreunde beschwert. Und in der Tat sah es an manchen Stellen arg aus, denn nach dem angekündigten Holzeinschlag im Wald waren die Pfade mit umgestürzten Bäumen und Kronenholz zum Teil sogar versperrt.

Ein so genannter Rückeweg, auf dem das Holz abtransportiert worden ist, war sehr beansprucht worden. Inzwischen ist dieser Abschnitt wieder hergerichtet, informiert der zuständige Revierförster ist Rico Neumann. Die Forstverwaltung hat in Absprache mit der Waldeigentümerin – der Herzogin Donata zu Mecklenburg – Geld in die Hand genommen und so wurde der Weg, das sind rund 750 Meter, schon vor Wochen mit einem Bagger glattgezogen. „Wir hatten selbst Interesse daran, ihn zu erhalten“, betonte der Revierförster. Dieser Weg führt auch zum Steinernen Tisch, einem beliebten Wanderziel.

Auf anderen Waldwegen haben Selbstwerber liegengebliebenes Kronenholz aufbereitet beziehungsweise beiseite geräumt.

Auch Hans-Jürgen Heine, Vorsitzender des Tourismusausschusses im Amt Crivitz, begrüßt es, dass sich der Zustand der Wege, die eine beliebte Wanderstrecke sind, verbessert hat.

Die Wege-Situation stellt sich allerdings nicht so einfach dar, erklärt Neumann. Es gebe jede Menge Schilder und nicht immer sei der Waldeigentümer im Vorfeld dazu gefragt worden. So habe er unter anderem festgestellt, dass an einigen Wegweisern im Wald nun auch das blau-gelbe Zeichen für den Pilgerweg klebt. „Wir wurden weder gefragt noch informiert“, so der Revierförster. Das Waldgesetz sage zwar klipp und klar, dass der Wald für die Öffentlichkeit zugänglich sein muss. Aber damit verbunden sei nicht automatisch, dass alle Wege offizielle Wanderstrecken sind. Denn diese müssten mit Zustimmung der Forstbehörde und des Waldeigentümers ausgewiesen werden. Das sei hier bislang nicht erfolgt. Allerdings wisse Neumann auch, dass die Wege in der Region sehr beliebt seien. „Wir sind mit dem Naturpark Sternberger Seenland und auch mit der evangelischen Kirche im Gespräch und wollen für mehr Klarheit sorgen. Aber das braucht Zeit.“

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