Ruthenbecker freuen sich über Wintergäste : Waldohreulen vor der Haustür

Schauen nahezu täglich nach den Waldohreulen, die in den Nadelbäumen Quartier bezogen haben: Klaus und Oda Schümann aus Ruthenbeck haben ihre Freude daran. Fotos: Heidrun Pätzold (2)
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Schauen nahezu täglich nach den Waldohreulen, die in den Nadelbäumen Quartier bezogen haben: Klaus und Oda Schümann aus Ruthenbeck haben ihre Freude daran. Fotos: Heidrun Pätzold (2)

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01. März 2016, 23:06 Uhr

Es vergeht kaum ein Tag, an dem Klaus und Oda Schümann nicht nach ihren Eulen sehen. Auf den Nadelbäumen haben seit einigen Jahren gleich mehrere Waldohreulen Quartier bezogen. Es müssen um die 15 sein, schätzt der Ruthenbecker. Zählen lassen sie sich schwer. Denn alle auf einmal ausfindig zu machen, sei ein schwieriges Unterfangen. „Um sie zu entdecken, muss man schon genau hinschauen – und ein gutes Auge haben“, sagt der 81-Jährige. Denn das Federkleid der Vögel ist kaum von der Farbe der Baumrinde zu unterscheiden. Die Nadelbäumen bieten den Vögeln ausreichend Deckung. Gleichzeitig haben sie Freiflächen vor sich, um erfolgreich zu jagen, zum Beispiel Mäuse. Dass die Eulen da sind, lässt sich leicht nachweisen. Unter den Bäumen, die auf dem Grundstück der Schümanns stehen, ist viel Gewölle zu finden. Das sind Speiballen, also unverdauliche Nahrungsreste, die die Eulen auswürgen. Bis zum Nachmittag sitzen, schlafen oder dösen die Eulen in den Bäumen. Danach fliegen sie aus und gehen wohl auf Jagd, meint Klaus Schümann. Denn Eulen sind nachtaktive Tiere. Nicht nur Schümanns schauen immer wieder zu den Eulen, auch die Nachbarn werfen regelmäßig einen Blick in die Nadelbäumen und würden sich jedes Mal freuen, wenn sie mehrere Vögel zu Gesicht bekommen. Nicht mehr lange, und die Waldohreulen ziehen ins Sommerquartier um – in den Wald in der Nachbarschaft. Schümann: „Im April hauen sie hier ab und im Oktober, November sind sie wieder da. Mit ihren Jungen.“

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