100 Feuerwehrleute im Einsatz : Waldbrand schnell gelöscht

Aufräumen am Tag danach: Revierförster Bernfried Stecker (2.v.r.) und Forstmitarbeiter entsorgen die Stämme, löschen Glutnester und halten Brandwache.
Aufräumen am Tag danach: Revierförster Bernfried Stecker (2.v.r.) und Forstmitarbeiter entsorgen die Stämme, löschen Glutnester und halten Brandwache.

Bei Boldela wurden Kiefern auf einem Hektar vernichtet: Mehr als 100 Feuerwehrleute verhinderten Schlimmeres

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09. Juni 2015, 09:30 Uhr

Die Boldelaer sind erleichtert: Dank des Großeinsatzes mit mehr als 100 Feuerwehrleuten ist ihr 150 Einwohner zählendes Dorf am Waldrand dem ersten größeren Waldbrand des Jahres entgangen. Mitglieder von Feuerwehren aus den Amtsbereichen Ludwigslust-Land, Stralendorf und Crivitz löschten am Sonntag von 16.30 bis gegen 23 Uhr den Waldboden in einer Kiefernschonung sowie auf einer benachbarten Freifläche. „Das hätte weitaus schlimmer ausgehen können“, sagt Forstamtsleiter Christian Lange. „Hut ab vor der Einsatzbereitschaft und Danke an alle Helfer.“

So äußert sich auch Ralf Melzer aus Boldela. Er kam gerade am Sonntag gegen 17.30 Uhr nach Hause und sah die Rauchwolke über dem Wald. Zeitgleich rückten schon Feuerwehren an. „Wir wollten helfen,“, erzählt der Boldelaer. Doch die Feuerwehrleute ließen die Anwohner nicht in den Wald – aus Sicherheitsgründen.

Die Löschfahrzeuge mussten immer wieder ins Dorf fahren, um am Hydranten Wasser zu holen. Zwei Dutzend der Anwohner schauten da nicht tatenlos zu, sondern organisierten spontan die Versorgung der Feuerwehrleute mit Kaffee und anderen Getränken, mit Würstchen, belegten Broten und Süßigkeiten. „Wir waren ja alle froh, dass die Feuerwehrleute den Brand so schnell im Griff hatten“, erzählt Melzer.

Warum es zu dem Feuer kommen konnte, ist noch unklar. Aber schon gegen 16 Uhr gab es ein kleines Feuer auf Schweriner Gebiet, das die Berufsfeuerwehr auf freiem Gelände problemlos löschte. Keine halbe Stunde später meldeten Passanten den Brand im benachbarten Wald bei Boldela, teilt Edwin Mörer, Leiter der Schweriner Leitstelle, mit. Nun ermittelt die Kripo.

Welchen Schaden die Flammen angerichtet haben, kann Förster Lange nur schätzen: Das Feuer wütete vor allem am Waldboden. „Zum Glück ist der Bodenbewuchs schon ausgegrünt“, sagt Lange. Sonst hätte es noch gefährlicher werden können, auch weil es direkt im Wald kein Löschwasser gibt. Auf einem Hektar sind die 20 bis 30 Jahre alten Kiefern aber so geschädigt worden, dass sie wohl eingehen werden.

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