Wäscherei in Ramper Werkstätten

In der neuen Wäscherei der Ramper Werkstätten hat auch Hanna Pohl ihren Arbeitsplatz.Diakoniewerk
In der neuen Wäscherei der Ramper Werkstätten hat auch Hanna Pohl ihren Arbeitsplatz.Diakoniewerk

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20. Januar 2010, 09:55 Uhr

Rampe | Auf dem Gelände des Diakoniewerkes Neues Ufer Rampe wird heute eine moderne Wäscherei in Betrieb

genommen. Der Neubau kostet zirka 2,2 Millionen Euro. Er beherbergt unter anderem vier riesige Waschmaschinen. Die zwei größten haben ein Fassungsvermögen von 84 Kilogramm Trockenwäsche, die etwas kleineren von 63 Kilo gramm. Außerdem finden hier drei Großtrockner sowie Finishing-Geräte, mit denen man zum Beispiel Hemden im Nu vollautomatisch aufblasen und trocken kann, eine Mangel sowie mehrere Bügeltische Platz. Und auch die

benötigten Computer sowie weitere modernste Technik sind in den Räumen gleich installiert worden. Denn die an- wie ausgelieferte Wäsche wird mit einem Scanner erfasst, erklärt der Leiter der Ramper Werkstätten Berno Thim.

"Mit Großmutters Waschküche hat das hier kaum mehr etwas zu tun. Unsere Wäscherei ist auf insgesamt 1,5 Tonnen Schmutzwäsche täglich ausgelegt. Damit erreicht sie durchaus ein professionelles Arbeitsvolumen", erklärt Geschäftsführer Bernd Budde. Moderne Maschinen und optimale Arbeitsabläufe garantieren die hohe Qualität der Textilpflege und sichern zugleich den umweltschonenden Einsatz von Energie und Wasser, betont er.

Die Serviceleistungen der Wäscherei umfassen das Waschen, Mangeln, Bügeln und Legen zum Beispiel von Heimwäsche, textiler Oberbekleidung für

Damen und Herren, Bettwäsche und

Berufsbekleidung. "Dass wir die Wäsche bei Großkunden abholen und nach der Reinigung wieder anliefern, ist selbstverständlich", erklärt Wäschereileiterin Mandy Wendt. Und auf Großkunden stellt sich das Diakoniewerk Rampe auch in erster Linie ein. Berno Thim: "Wir sind zum einen selbst Kunde, lassen jetzt unsere komplette Wäsche, die zum Beispiel in den Wohn- und Altenheimen anfällt, vor Ort waschen. Bislang mussten wir einen Teil in andere Wäschereien geben. Aber wir sind ebenso interessiert an Großkunden aus der Hotellerie und dem Gaststättengewerbe sowie aus Wohnheimen der Region." Und auch Privatkunden seien selbstverständlich willkommen.

Mit dem Neubau - der Grundstein dafür wurde im April vorigen Jahres gelegt, im November war er fertig - hat das Diakoniewerk weitere Arbeitsmöglichkeiten auf seinem Gelände in Rampe geschaffen. In der Wäscherei, die über eine Fläche von 710 Quadratmetern verfügt, finden bis zu 24 Menschen mit Behinderung einen attraktiven Arbeitsplatz im Dienstleistungsbereich. In den zurückliegenden Wochen haben sich die Frauen und Männer bereits einarbeiten können. Ihnen zur Seite steht neben Wäschereileiterin Mandy Wendt Gruppenleiterin Doreen Scherbat.

Das Diakoniewerk Neues Ufer beschäftigt in seinen Ramper Werkstätten einschließlich der Außenstelle Crivitz insgesamt 250 Menschen. Sie arbeiten unter anderem in einer Tischlerei oder Schlosserei, in der Montage, im Garten- und Landschaftsbau, in der Hauswirtschaft, in Küche und Kantine, in der kreativen Werkstatt oder im Lager und Versand.

In Rampe ist außerdem ein Berufsbildungsbereich angesiedelt, unterstreicht Thim. Hier werden behinderte Menschen auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet. Sie können anschließend in den Arbeitsbereichen der Ramper Werkstätten beschäftigt werden oder finden sogar auf dem freien Arbeitsmarkt eine Anstellung.

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