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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. September 2017 | 11:57 Uhr

Gewinner : Wähler mit Feingefühl

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vor allem die Kandidaten, die sich in ihren Stadtteilen engagieren, holen dort viele Stimmen

von
erstellt am 26.Mai.2014 | 22:00 Uhr

Die neue Stadtvertretung ist gewählt. Sie wird bunter als bislang. Neben der CDU-Fraktion werden auch die Linke, die SPD, die Unabhängigen Bürger und die Grünen Fraktionen bilden können. Hinzu kommen Stadtvertreter der AfD, der FDP und der ASK.

An den einzelnen Wahlergebnissen zeigt sich vor allem eines: Die bekannten Namen ziehen. In 32 Wahllokalen gewann Stephan Nolte (CDU) jeweils die meisten Stimmen, in 30 anderen Wahllokalen war es Helmut Holter, bei dem Wähler die meisten Kreuzchen machten. Doch nicht nur der Bekanntheitsgrad der Politiker zählte offenbar, sondern auch, was der jeweilige Kandidat vor Ort leistet.

So erzielte Gerd Böttger (Linke) in einem Wahllokal auf dem großen Dreesch die meisten Stimmen – dort, wo der bisherige Fraktionsvorsitzende aktiv ist und lebt. Gleiches trifft auf Dr. Hagen Brauer (CDU) zu. Er räumte in einem Wahllokal in der Weststadt ab. In dem Stadtteil ist der Bauausschussvorsitzende bislang auch Ortsbeiratsvorsitzender. Oder Dr. Wolfgang Leist (Unabhängige Bürger). Stolze 100 Kreuze bekam er im Wahlbezirk Gartenstadt I. Dort lebt er und hat sich auch lange Zeit im Ortsbeirat engagiert. Für den Einzug in die Stadtvertretung hat dieser Erfolg allerdings nicht gereicht.

In weiteren sieben Wahlbezirken sicherte sich Sebastian Ehlers (CDU) die meisten Stimmen. Der Fraktionsvorsitzende punktete vor allem in Lankow, Friedrichsthal und Warnitz.

Von den sechs Einzelbewerbern für die Stadtvertretung hat keiner den Einzug geschafft. Stadtweit die meisten Stimmen konnte der Architekt Jan Szymik erzielen. Er war der einzige der Einzelkanidaten, der Plakatwerbung in Schwerin gemacht hatte. Die erfolgreiche Plakatierung hat offenbar auch geholfen, der FDP einen Sitz in der Stadtvertretung zu bescheren. Cécile Bonnet, bislang kommunalpolitisch ein unbeschriebenes Blatt, hat sich parteiintern beispielsweise gegen etablierte Politiker wie den Dreescher Ortsbeiratsvorsitzenden Stev Ötinger durchgesetzt.

Das junge Aktionsbündnis Stadt und Kulturschutz (ASK) ist dank René Zeitz ebenfalls mit einem Sitz in der neuen Stadtvertretung dabei. Zeitz war bereits Mitglied der bisherigen Stadtvertretung – gewählt für die Grünen, dann fraktionslos, hatte er zuletzt eine Zählgemeinschaft mit der Fraktion der Linken gebildet.

Überraschend, weil kommunalpolitisch bislang überhaupt nicht in Erscheinung getreten, zieht auch die Alternative für Deutschland (AfD) mit drei Stadtvertretern ins Rathaus ein. Hier hatte vor allem der Mediziner Dr. Andreas Oling gepunktet.

Mit 44,8 Prozent Wahlbeteiligung nutzten mehr Schweriner das Wahlrecht als vor fünf Jahren. 2009 hatten nur 40,9 Prozent ihre Stimmen abgegeben. Morgen 16 Uhr tagt der Wahlausschuss, um das endgültige Wahlergebnis zu bestätigen.

Die Gesichter der neuen Stadtvertretung sehen Sie auf:

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