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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. Dezember 2017 | 14:58 Uhr

Pilzberater : Vorsicht vor Doppelgängern 

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Pilz-Experte Armin Busse bietet Sammlern seinen Rat an – und gibt sein Wissen gern auch an Kinder weiter

von
erstellt am 09.Jul.2015 | 23:37 Uhr

„Noch herrscht Funkstille im Wald. Es fehlt ausreichend Feuchtigkeit“, sagt Armin Busse. Unter Bäumen wächst, wonach der 74-Jährige in der Natur sucht: Pilze. Rund 400 Arten kann der Neu-Schweriner nach eigenen Angaben aus dem Kopf auseinander halten. Sein Wissen gibt Busse seit 50 Jahren als Pilzsachverständiger weiter. Auch in der Landeshauptstadt bietet er nun seine Dienste an, berät Pilzsammler in seiner Wohnung im Mueßer Holz, lädt aber auch zu geführten Wanderungen und Vorträgen ein.

Die Frau eines Lehrers habe ihn schon als Schüler für die Pilze begeistert, erzählt Busse. „Die Vielfalt der Farben und Formen der Pilze fasziniert mich.“ Wer einmal vom Pilzfieber infiziert sei, der komme nicht mehr davon los, so gebürtige Stendaler, der einen großen Teil seines Lebens in der Lausitz verbracht hat. Armin Busse weiß um seine Verantwortung als Pilzberater, so bewahrte er zum Beispiel vor vielen Jahren eine Familie auf dem Zeltplatz in Spremberg vor dem Genuss der giftigen Pantherpilze, die den – im gut durchgegarten Zustand – essbaren Perlpilzen zum Verwechseln ähnlich sehen. „Die Familie hatte die gefährlichen Pilze fürs Essen schon klein geschnippelt“, berichtet Busse.

„Aussehen, Standort, Geruch – man muss einen Pilz sehr genau untersuchen, um Verwechslungen zu vermeiden“, betont der Experte, der sich selbst durch Weiterbildungen auf dem Laufenden hält. So gäbe es allein mehrere Dutzend verschiedene Champignon-Arten, und auch bei den Täublingen fänden sich unterschiedliche Abstufungen. Busses Lieblingspilz: die Stinkmorchel, die ein durchaus auffälliges Aroma verbreitet.

Pilzsammler sollten stets auf der Hut vor giftigen Doppelgängern sein und insbesondere Laien die gefundenen Pilze nie im rohen Zustand verzehren, rät der Fachmann. Eine Vereinbarung mit dem Fachdienst Gesundheit des Landkreises Ludwigslust-Parchim weist Busse als einen von drei ehrenamtlichen Pilzberatern in Schwerin aus. Kindern seine Kenntnisse über Pilze weitergeben, liegt dem 74-Jährigen besonders am Herzen. Deshalb hat er auch eine Pilzfibel für die Jüngsten geschrieben. Zwei Euro kostet die kleine Broschüre, die bei dem Pilzberater in seiner Wohnung in der Komarowstraße 37 erworben werden kann. „20 Cent gehen als Spende an die onkologische Abteilung der Helios-Kliniken“, erklärt Busse. „Wenn man etwa Gutes tut, dann kommt es im Leben doppelt und dreifach zurück.“

Wer Armin Busses Rat sucht, erreicht ihn unter der Telefonnummer 0385-34335886 und per E-Mail unter ursi-armin-see@outlook. de.

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