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Gesund zur Weihnachtszeit : Vorsicht vor dem Zuckerschock

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zum heutigen Weltdiabetestag wird auf die Erkrankung aufmerksam gemacht.

von
erstellt am 14.Nov.2017 | 08:00 Uhr

Lebkuchen, Spekulatius und Stollen sowie Zimtsterne, Dominosteine und Pfefferkuchen liegen in den Supermarktregalen – Weihnachten rückt immer näher. „Jetzt muss ich noch mehr aufpassen, die Versuchungen sind größer“, erzählt Annette Hansen. Die Schwerinerin hat Diabetes, genauer gesagt Diabetes Typ I. Seit ihrer Kindheit leidet die 69-Jährige an dieser Autoimmunkrankheit. Heute am Weltdiabetestag wird wie jedes Jahr überall auf die Zuckererkankung aufmerksam gemacht.

„Wir unterscheiden drei Typen von Diabetes“, erklärt Diabetesberater Thomas Schmidt von den Schweriner Helios-Kliniken. Der erste Typ sei in den meisten Fällen angeboren, trete bereits im Kindesalter auf und bleibe ein Leben lang bestehen – wie bei Annette Hansen. „Hierbei sind die Betazellen der Bauchspeicheldrüse zerstört, man spricht von absolutem Insulinmangel“, so Schmidt aus der Klinik für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie.

Der zweite Typ entsteht meist durch falsche Ernährung. „Dann wird zwar Insulin vom Körper produziert, aber nicht in ausreichender Menge“, sagt Thomas Schmidt. Besonders Übergewicht erhöht das Risiko, an Diabetes zu erkranken, um das Dreifache. „Das bedeutet aber nicht, dass man als dicker Mensch automatisch Diabetes bekommt“, stellt der Diabetesberater klar. Der dritte Typ tritt als Folge von weiteren vorliegenden Erkrankungen auf.

„Diabetes ist keine Krankheit, die man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Wer jedoch einige Regeln beachtet, kann ein langes Leben führen“, sagt Diätassistentin Katrin Wernicke von den Helios-Kliniken in Schwerin. Besonders in der Weihnachtszeit lauern einige Gefahren.

Lebkuchen mit dunkler Schokolade, Quarkstollen, Walnüsse und Mandarinen können auf dem Teller landen, ebenso leichte Alternativen wie Pute statt Ente oder Gans. „Alkohol sorgt zwar kurzfristig zu einer Ausschüttung von Glukose, bereits nach etwa zwei Gläsern sinkt der Zuckerspiegel aber wieder rapide“, erklärt Katrin Wernicke. „Deshalb ist maßvolles Trinken angesagt.“ Auch in der Weihnachtszeit gilt für Gesunde wie für Diabetiker: „Die Ernährung sollte angepasst werden, dazu sollten Betroffene der Zuckererkrankung ihre Notfallversorgung überprüfen“, so die Experten.




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