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Schweriner Verbraucherzentrale warnt : Vorsicht: Vertrag im Paket versteckt

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Die Verbraucherzentrale warnt vor Angeboten von Telefonanbietern, bei denen die Kunden erst spät merken, dass sie einen Vertrag unterschrieben haben.

svz.de von
erstellt am 23.Okt.2012 | 06:45 Uhr

Schwerin | Die Schweriner Verbraucherzentrale warnt vor Telekommu nikationsanbietern, die ihren Kunden neue Geräte ins Haus schicken, sie aber bitten, die Pakete erst nach 14 Tagen zu öffnen. Das Angebot klinge zunächst verlockend, sagt die Sprecherin der Verbrau cherzentrale, Cornelia Nagel. Viel preiswerter als bisher sollen die Kunden künftig telefonieren können, allerdi ngs müssten sie zuvor ein neues Gerät bei sich installieren…

Um den geheimnisvollen Apparat auszuliefern, nutzten die Te lekommu nikationsanbieter ein Verfahren, bei dem sich die Empfänger an der eigenen Haustür mit ihrem Personalausweis und ihrer Unterschrift identifizieren müssen, berichtet Nagel. "Im Glauben, den Erhalt des neuen Gerätes zu quit tieren, unterschreiben die Kunden im betreffenden Fall aber einen Vertrag." Eine Kopie des Vertrages mit einer Laufze it von zumeist zwei Jahren befinde sich im Paket, das die Kunden aber erst nach zwei Wochen öffnen sollen, so die Sprecherin der Verbraucherzen trale. "Dann ist nämlich die gesetzliche Widerr ufsfrist abge lau fen."

Das zunächst verlockende Angebot entpuppe sich als funkbasierter Festnetzanschluss, der nach den Erfahrungen der Verbraucherzentrale, in der Rege l nicht einwandfrei funktioniere, schildert Nagel. So könnten unter an derem Probleme mit Hausanlagen, Ausland stelefonaten oder Notrufen auftreten. Einfach auf die bisher ige Festnetzleitung umzuschalten - diese Möglichkeit gäbe es für die Kunden nicht, so die Verbraucherschützerin. Mit dem Abschluss des neuen Telefonvertrages sei auch die alte Leitung zunächst gekappt.

Etwa fünf Fälle, in denen Telefon kunden auf die geschilderte Art und Weise in einen neuen Vertrag hin einrutschen, laufen bei der Schweriner Verbraucherzentrale im Monat auf. Betroffen seien zumeist ältere Bürger, erklär t Nagel. Sie rät einmal mehr, Angeb ote von Telekommu nikations anbietern sorgfältig zu prüfen. "Auf jeden Fall sollte man sich genau an schauen, was man unterschreibt", so die Spre cherin der Verbraucherzen trale. Das gelte erst recht für ein Geschäft an der eigenen Haustür.

Rat finden Betroffene in der Verbraucherzentrale in der Dr.-Külz-Straße18, Telefon 0385-5918110.

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