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Schweriner Vereinshaus investiert : Vorreiter beim Sonnenstrom

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Haus der Begegnung baut Photovoltaik-Anlage mit Speicher und produziert künftig den größten Teil seines Energiebedarfs selbst

von
erstellt am 30.Mär.2017 | 23:54 Uhr

Die erste öffentlich geförderte Photovoltaik-Anlage in Mecklenburg-Vorpommern, die mit einem eigenen Speicher quasi autark ist, wird im Haus der Begegnung in Schwerin stehen. Energieminister Christian Pegel überreichte gestern einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 19 200 Euro an der Einrichtung in der Perleberger Straße – gleichsam ein Abschiedsgeschenk an den scheidenden Vorsitzenden des Vereins Haus der Begegnung, Armin Blumtritt.

Insgesamt 40 Photovoltaik-Module sollen auf dem Dach des Hauses installiert werden. Geplant ist eine Anlage mit einer Spitzenleistung von knapp zehn Kilowatt, die mit einem Stromspeicher verbunden werden soll, der eine Kapazität von rund sieben Kilowattstunden hat. Über einen so genannten Wechselrichter wird der auf dem Dach erzeugte Strom in die Batteriespeicher-Anlage eingespeist und nach Bedarf in das Hausnetz abgegeben. Mit der Anlage können jährlich bis zu 8400 Kilowattstunden Strom aus Sonnenlicht erzeugt und auf diese Weise 2,6 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Das Energieministerium unterstütze das Vorhaben des Hauses der Begegnung gern, sagte Minister Pegel. Mit der neuen Anlage mache sich die Schweriner Einrichtung vom schwankenden Strompreis weitgehend unabhängig und übernehme eine Vorreiterrolle in MV. Wegen des besonderen öffentlichen Interesses trage das Land auch einen Anteil von 60 Prozent an den Gesamtkosten in Höhe von 32 000 Euro, so Pegel. Die Mittel stammten aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, die zur Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz diene.

Der Minister würdigte im Haus der Begegnung auch die Rolle der Schweriner Stadtwerke, die die Idee einer quasi autarken Energieversorgung für das Haus mit entwickelt hätten. Pegels Dank ging auch an die Sparkasse, die dem Haus der Begegnung bei der Finanzierung des Eigenanteils helfe.

„Mit der neuen Photovoltaik-Anlage werden wir künftig den größten Teil unseres Energiebedarfs selbst produzieren“, sagte Vereinschef Blumtritt. Zwischen 1500 und 2000 Euro im Jahr spare das Haus der Begegnung so bei den Energiekosten.

15 soziale Vereine und Verbände sind aktuell unter unter dem Dach des Hauses der Begegnung tätig. Sozialministerin Stefanie Drese lobte die Einrichtung erst jüngst als „lebendiges und landesweit vorbildliches Sozial-, Beratungs- und Betreuungszentrum“.





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