Leezen : Vorfreude auf das neue Zuhause

„Hier ziehe ich ein.“ Anja Brendel zeigt ihren Eltern Sabine und Heinz Brendel sowie ihrer Freundin Janina Burghardt und deren Mutter Martina Kartmann ihr künftigen Zimmer im Haus Jona.
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„Hier ziehe ich ein.“ Anja Brendel zeigt ihren Eltern Sabine und Heinz Brendel sowie ihrer Freundin Janina Burghardt und deren Mutter Martina Kartmann ihr künftigen Zimmer im Haus Jona.

Baustellenfest für Bewohner und Schaulustige in Leezen: Diakoniewerk gestaltet ehemaliges Hotel zu Wohnhaus für 40 Behinderte um

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06. Mai 2017, 16:00 Uhr

Anja Brendel ist aufgeregt: Die 17-Jährige zieht aus dem Wohnheim Leezen bald ins Haus Jona um. Letzteres ist noch besser als „Kochs Hotel“ bekannt. Das Diakoniewerk „Neues Ufer“ lässt es derzeit zu einem Wohnhaus für Menschen mit Behinderung umbauen. Anja Brendel gehört zu den 40 Personen, die im Spätherbst hier einziehen werden. Das Bild am Türrahmen zeigt beim „Baustellenfest“ an: Das ist Anjas Zimmer. Beim Rundgang prescht sie vor, um so schnell wie möglich ihr künftiges Domizil in Augenschein zu nehmen. Und stolz präsentiert sie ihren Eltern Sabine und Heinz Brendel den erst rohbaufertigen Raum. Das Zimmer ist hell, freundlich und bietet einen Ausblick auf den See. „Und es ist ein Einzelzimmer“, fügt Sabine Brendel an. Denn bislang lebt Anja Brendel mit ihren Freundin Janina Burghardt zusammen. Deren Zimmer liegt gleich nebenan. „Das bisherige Wohnheim war kleiner, dort leben alle wie in einer Familie zusammen“, fügt Sabine Brendel an. Da alle gemeinsam ins Haus Jona ziehen, reißen die Kontakte nicht ab.

Und so wie Anja Brendel und Janina Burghardt schauten sich gestern viele der künftigen Bewohner im Haus Jona um. Familienangehörige, Mitarbeiter des Diakoniewerks, Bauleute und auch Nachbarn aus Leezen waren eingeladen, sich während der noch laufenden Umgestaltung hier umzuschauen. „Es ist ein offenes Haus“, hebt Geschäftsführer Thomas Tweer hervor. „Deshalb laden wir jetzt ein und zur Eröffnung im November wieder.“ Dann ist natürlich weitaus mehr zu sehen. Aber schon jetzt ist erkennbar: Die Struktur im einstigen Hotelgebäude hat sich komplett verändert, berichten Christine und Siegmund Alwart. Aber den einstigen kleinen Saal, der Treffpunkt für alle Bewohner im Haus Jona wird, haben die Eheleute aus Leezen gleich wiedererkannt.

Rund 2,4 Millionen Euro kostet der Umbau. Dadurch entstehen bessere Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung – nicht nur für die 40 Personen, die ins Haus Jona einziehen. Denn alle Wohnstätten beim Diakoniewerk werden umgestaltet, so dass sich für 150 Bewohner die Wohnverhältnisse verbessern. Neue Plätze kommen nicht hinzu.

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