Gartenstadt : Vorfahrt neu: vier Unfälle

Abknickende Vorfahrt: Wer von der Mettenheimerstraße in die Hagenower Straße einbiegt, hat Vorrang. Die neue Regelung ist aber offenbar vielen Kraftfahrern nicht auf Anhieb klar. Deshalb plant die Stadt jetzt eine deutlichere Kennzeichnung.
Abknickende Vorfahrt: Wer von der Mettenheimerstraße in die Hagenower Straße einbiegt, hat Vorrang. Die neue Regelung ist aber offenbar vielen Kraftfahrern nicht auf Anhieb klar. Deshalb plant die Stadt jetzt eine deutlichere Kennzeichnung.

Polizei fordert bessere Beschilderung an Einmündung Mettenheimerstraße, Hagenower Straße – Stadt reagiert

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20. März 2015, 22:00 Uhr

Drei verletzte Personen, zwei kaputte Autos – das ist die Bilanz eines Unfalls, der sich in dieser Woche an der Einmündung Mettenheimer Straße, Hagenower Straße ereignet hat. Und es war nicht der erste Zusammenstoß seit der Neuregelung der Vorfahrt vor rund zwei Monaten. „Vier Unfälle mussten wir seitdem an dieser Stelle schon aufnehmen“, sagt Schwerins Polizeisprecher Steffen Salow. Im gesamten vergangenen Jahre habe es vor Ort nur eine einzige Kollision gegeben.

Bei dem Unfall am Dienstag hatte ein 75-jähriger Autofahrer, der auf der Hagenower Straße in Richtung Gartenstadt unterwegs war, nach ersten Erkenntnissen der Polizei nicht darauf geachtet, dass Fahrzeuge, die aus der Mettenheimerstraße kommen, nun vorfahrtsberechtigt sind. So stieß er mit einem Wagen zusammen, der aus der Mettenheimerstraße nach links in die Hagenower Straße abbiegen wollte. „Beide Autos waren nicht mehr fahrbereit“, schildert Salow.

Auch die drei anderen Unfälle hatten es durchaus in sich. Auf insgesamt 14 000 Euro beläuft sich der Sachschaden. „Aus Sicht der Polizei sollte die Beschilderung an der Einmündung überprüft werden“, erklärt der Sprecher. Jede Vorfahrtsänderung berge Risiken, weil sie Fahrgewohnheiten zuwiderlaufe. Um so wichtiger sei eine rechtzeitige und deutliche Kennzeichnung, so Salow.

Hintergrund der geänderten Vorfahrt ist die neue Route der Nahverkehrsbusse durch die Gartenstadt. „Unsere Busse haben früher an dieser Stelle bis zu vier Minuten warten müssen, weil sie die Vorfahrt auf der Hagenower Straße in beiden Richtungen und zudem die der Radfahrer gewähren mussten.“ So hatte Nahverkehrschef Norbert Klatt begründet, warum er eine Neuregelung beantragt hat.

Die geänderte Vorfahrt sorgte aber schon kurz nach Einführung für Aufregung und Vollbremsungen. „Wir haben die Situation stets im Auge gehabt“, betont Baudezernent Bernd Nottebaum. Nach den jüngsten Unfällen kündigt er jetzt tatsächlich eine bessere Beschilderung und Fahrbahnmarkierungen an der Einmündung an.

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