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Schweriner Kulturnacht : Von Segelschiffen und Pinball-Kugeln

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kulturnacht: Gäste lauschen, staunen und schaffen selbst Kunstvolles

svz.de von
erstellt am 29.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Gemeinsam mit ihren Eltern Marc und Kerstin Zenner sitzen Marta und Linda im Staatlichen Museum, genauer gesagt vor Oudrys Nashorn. Doch statt die Bilder der altehrwürdigen Künstler anzuschauen, schaffen die zwei Neunjährigen selbst Kunst: Unter der Aufsich von Museumsmitarbeiterin Ilka Baumgart malen Marta und Linda mit anderen Kindern. Sie schneiden aus und kleben am Ende viele Einzelteile zu einem Segelschiff-Panorama zusammen. „Das macht unheimlich Spaß, wir lieben es zu basteln“, sind sich die beiden einig. Auch ihre Eltern nehmen die Buntstifte und die Scheren in die Hand. „Bei der Kulturnacht ist Schwerin unserer Heimat weit voraus. Hier dürfen nicht nur Kinder, sondern auch wir Erwachsenen basteln“, sagt Papa Marc, der mit seinen drei Mädels in Berlin lebt.

Für eine ganz andere Art von Kunst entscheiden sich Miri und Fai. Die beiden Austauschschülerinnen aus Japan und Thailand besuchen das Flippermuseum in der Friesenstraße. „Die Kulturnacht ist eine tolle Veranstaltung, bei der es viel zu erleben gibt“, loben die beiden das Engagement der Organisatoren. Sie hätten schon lange einmal im Flippermuseum vorbeischauen wollen und den Kulturabend zum Anlass genommen. An den bunten Tischen, die sich unter anderem Star Wars, Indiana Jones und anderen Filmen widmen, duellieren sich die Schülerinnen um die Höchstpunktzahl. „Sowas gibt es bei uns in Thailand nicht“, erklärt die 16-jährige Fai.

Doch nicht nur das Staatliche Museum und das Flippermuseum hatte am Sonnabend mit Anbruch der Dunkelheit ihre Türen geöffnet: Mehr als 20 verschiedene Galerien, Museen und Einrichtungen hielten bei der traditionellen Kulturnacht ein reichhaltige Programm für ihre Besucher bereit. Egal ob im Schleswig-Holstein-Haus, dem Dezernat5 oder dem Kunstwasserwerk – vielerorts konnten Kulturliebhaber Melodien von Musikern oder den Ausführungen von Kunstexperten lauschen.

Familie Zenner schiebt nach dem Besuch im Staatlichen Museum eher eine ruhige Kugel. Mit ihren Segelschiff-Panoramen unter dem Arm laufen Linda und Marta mit ihren Eltern Richtung Schloss. „Dort treffen wir Freunde und unsere Kinder können hoffentlich wieder basteln“, sagt Kerstin Zenner.

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