zur Navigation springen

Schwerin baut sich schön : Vom Polizeirevier zum Wohnhaus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das ehemalige Kommandantenhaus in der Amtstraße ist fast einzugsbereit

von
erstellt am 26.Jan.2015 | 16:00 Uhr

Wände wurden rausgerissen, Räume vergrößert, Türen und Dielen abgeschliffen und mit neuer Farbe versehen – das ehemalige Kommandantenhaus in der Amtstraße wurde in nur fünf Monaten grundsaniert.

160 Quadratmeter verteilt auf sieben Zimmer, so hat sich Bauherr Daniel Röschl das Ergebnis vorgestellt. Zu Herzogzeiten sei das Haus, was heute unter Denkmalschutz steht, vom Gärtner des Herzogs als Wohnhaus genutzt worden, erzählt Röschl. Im 19. Jahrhundert nutzte es die Polizei. „Der Zahlmeister hat das Anwesen genutzt – dienstlich und auch privat“, erklärt der Schweriner. Und auch in der DDR war das Haus in Gebrauch der Ordnungshüter. 2008 verlegte die Polizei schließlich ihren Sitz von der Amtstraße in die Graf-Yorck-Straße. Ob Tagungs- und Kongresszentrum, Kurhotel oder doch hochwertige Wohnanlage, viele Ideen und Spekulationen rankten in den Jahren des Leerstandes um das Objekt, wurden aber immer wieder verworfen. 2014 dann endlich die gute Nachricht: Daniel Röschl wolle es kaufen, sanieren und mit seiner Frau und drei Kindern einziehen.

Bisher lebt die junge Familie in einer Mietwohnung. „Wir wohnen in einer schönen renovierten Altbauwohnug “, erzählt der Bauherr. Im vergangenen Jahr haben sie sich dann dazu entschlossen, dass es zeit für was größeres wird. Gesagt getan, mehrere Häuser habe man besichtigt und dann sich dann schließlich für dieses imposante und geschichtsträchtige Objekt entschieden.

Doch der lange Leerstand habe seine Spuren hinterlassen, berichtet Röschl. „Wir mussten das Haus grundsanieren“, bestätigt Ulrich Bunnemann von der Schelfbauhütte. Das Unternehmen habe im Herbst vergangenen Jahres mit der Sanierung angefangen. Zuerst musste der Schwamm freigelegt werden. „Es handelte sich um Echten Hausschwamm. Die Wände waren feucht“, so Bunnemann weiter. Das gesamte Haus musste von unten bis oben saniert und energetisch modernisiert werden. Lediglich die Türen und die Treppe konnten erhalten werden, was aber durchaus selten und daher sehr schön ist, wie Bunnemann erzählt.

„Wir feuen uns, der Umzug steht kurz bevor“, sagt Daniel Röschl. Ein paar Kleinigkeiten seien noch zu erledigen, wie Steckdosen und Lampen anbringen, dann aber könne der Umzug endlich beginnen. Die Übergabe ist für Donnerstag geplant. Einziehen möchten die Schweriner dann in der kommenden Woche.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen