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SVZ nimmt Schwerin unter die Lupe : Vom Lokal zum Vier-Sterne-Hotel

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Aus dem Schweriner Weinhaus Uhle soll ein 4-Sterne-Hotel werden. Seit dem 1. Dezember 2011 sind das Restaurant und die Weinwirtschaft geschlossen. Es wird umgebaut und restauriert, nur ein Betreiber fehlt noch.

svz.de von
erstellt am 21.Feb.2013 | 10:16 Uhr

Altstadt | Wie hat sich Schwerins Gesicht in den vergangenen Jahren verändert? Schandflecke, Glanzstücke und Vorhaben der nahen Vergangenheit nimmt SVZ unter die Lupe. Heute: Das Weinhaus Uhle.

Noch fehlt über dem Eingang das goldene Zunftzeichen. Aber sonst ist die Fassade des Weinhauses Uhle in der Schusterstraße bereits saniert. Neue Fenster sind eingebaut, das Dach neu gedeckt. Im Inneren des historischen Hauses tummeln sich aber noch die Handwerker. Bis Ende März soll alles fertig werden.

Seit dem 1. Dezember 2011 sind das Restaurant und die Weinwirtschaft geschlossen. Seitdem wird gehämmert und gespachtelt, abgerissen und neu gebaut. Die alte Herrentoilette kam weg, neue Toiletten wurden im Keller eingebaut - auch für Behinderte. Die können über einen rückwärtigen Fahrstuhl alle Etagen problemlos erreichen. Ein neues Treppenhaus musste eingezogen werden, weil das alte zu marode war. Die neue Heizanlage im Keller nimmt nicht einmal mehr ein Viertel des Platzes der alten ein. Historische Stofftapeten konnten gesichert und restauriert werden. Sie werden künftig in Bilderrahmen den Gästen präsentiert. Wichtigste Neuerung sind aber acht Hotelzimmer, die im ersten und zweiten Obergeschoss eingebaut wurden - sehr groß mit geräumigen Bädern. Ein Vier-Sterne-Plus-Standard wird für das Hotel gelten. Das gesamte Bauprojekt stand unter der Überschrift: Denkmalpflege und modernste Ausstattung.

"Es war eine sehr angenehme Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege der Stadt und des Landes", sagt Gerd-Ulrich Tanneberger, Geschäftsführer der Trierer Bürgerverein 1864 GmbH. "Wir haben alle Wünsche erfüllt." Ebenso die des Brandschutzes. "Beispielsweise mussten wir Brandschutztüren einbauen", so Tanneberger. "Allein im Restaurant waren es sieben Stück." Ein durchaus beachtenswerter Kostenfaktor. Jetzt steht im Haus Uhle noch die Küchenerweiterung aus. Die Kühlräume werden dafür in den Keller verlegt.

Wann das historische Haus aber nach dem Um- und Ausbau wieder eröffnet wird, steht noch nicht fest. "Wir suchen einen Betreiber für Hotel und Restaurant", sagt Gerd-Ulrich Tanneberger. "Dafür lassen wir uns aber Zeit, bis wir jemanden gefunden haben, bei dem wir sicher sind, dass er zu uns passt und unsere Ansprüche auch erfüllen kann." Und wenn dann alles gut läuft, können in den oberen Etagen auch noch 15 weitere Hotelzimmer ausgebaut werden.

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