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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. Oktober 2017 | 15:11 Uhr

Leezens Gesichter : Vom Hort in die Sporthalle

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach 43 Arbeitsjahren verabschiedet sich Elfriede Wreth / Leezener Erzieherin macht als Übungsleiterin weiter

von
erstellt am 06.Jan.2017 | 14:00 Uhr

Kinder wollen in Bewegung sein – das kennt Elfriede Wreth aus mehr als 40 Arbeitsjahren als Erzieherin zur Genüge. „Bei unseren Angeboten für die Hortkinder sind die sportlichen Aktivitäten immer gefragt, egal ob drinnen oder draußen.“ Wie selbstverständlich spricht die 63-Jährige dabei im Präsens. Dabei ist der Leezener Hort, den sie seit 1977 leitete, eigentlich Vergangenheit: Seit Jahresbeginn ist Elfriede Wreth im Ruhestand. „Ich musste den Kindern versprechen, manchmal reinzuschauen“, fügt sie an. Und dieses Versprechen musste sie auch ihren vier Kolleginnen geben. Bei Großveranstaltungen oder auch wenn „Not an Frau“ ist, hilft Elfriede Wreth aus, zumal derzeit eine Erzieherin im Team der Leezener Hortes fehlt.

Doch auch darüber hinaus bleibt Elfriede Wreth den Leezener Kindern erhalten, insbesondere den sportbegeisterten Mädchen und Jungen. „Ich bin eine von drei Übungsleiterinnen in der Kindersportgruppe des Leezener SV 06“, erzählt sie. Das Training findet montags in der Sporthalle statt. So bleibt Elfriede Wreth ihrem Traumberuf auch im Ruhestand treu. „Dabei wollte ich als junges Mädchen gar nicht Erzieherin werden“, blickt die 63-jährige zurück. „Schneiderin klang toll, um sich selbst schicke Kleider zu machen.“ Doch Lehrer Peter Blünow, der die damalige Dorfschule in Langen Brütz leitete, brachte die aus Görslow stammende Schülerin auf die Idee, es im Bildungsbereich zu versuchen. „Das war der richtige Tipp, den ich nie bereut habe.“ Nach der Erzieher-Ausbildung in Kyritz trat Elfriede Wreth 1973 die erste Arbeitsstelle an – in Plate. Doch nur zwei Jahr später wurde eine Stelle im Hort Leezen frei. Und da ihr Mann Karl-Hermann Wreth als Junglehrer ebenfalls in Leezen anfangen konnte, ging es zurück in die Heimat. 1977 übernahm Elfriede Wreth die Hortleitung. „Wir waren damals zwei Angestellte – und ich war ausgebildete Erzieherin.“

Dass sich der Hort nach der Wende vom Hausarbeiten-Erledigungs-Service zur kreativen Freizeitstätte wandeln konnte, freut die Leezenerin. „Gut war aber, dass damals die Grundschullehrer auch mal im Hort arbeiten mussten und so erfuhren, was die Kinder nach dem Unterricht unternehmen wollen“, fügt die Erzieherin an.

Was sie nun unternehmen wollen: Diese Frage stellen sich jetzt auch Elfriede und Karl-Hermann Wreth, der vor zwei Jahren in den Ruhestand ging. „Wir haben jetzt mehr Zeit für die Familie“, erzählt die zweifache Mutter und vierfache Großmutter. Außerdem wollen Wreths reisen. Südfrankreich und Vietnam stehen da ganz oben auf der Wunschliste.

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