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Kulturnacht Schwerin : Vom Flippertisch ab in die Oper

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kulturnacht lockte am Sonnabend Gäste aus Nah und Fern in die Museen und Kulturzentren der Landeshauptstadt

Hannegret und Wolfgang Niseler stehen am Alten Garten. Zwischen Staatstheater und Staatsmuseum weiß das Ehepaar nicht so recht, wo es hin soll. Die beiden entscheiden sich dann aber doch für das Staatsmuseum. „Später können wir dann immer noch ins Staatstheater oder ins Schleswig-Holstein-Haus“, erklärt die Schwerinerin. „Der Abend ist ja noch jung.“ Es ist Kulturnacht in Schwerin – und über die vielen Museen und Kulturzentren der Landeshauptstadt verteilt können Besucher die verschiedensten Veranstaltungen erleben.

Im Staatsmuseum angekommen schließt sich das Schweriner Ehepaar einer Gruppe an, die durch eine Ausstellung von Friedrich-Schlie-Preisträger Edgar Knobloch geführt wird. „Der Künstler selbst ist heute nach Schwerin gekommen und erklärt unseren Gästen anlässlich der Kulturnacht seine Werke“, sagt Heidemarie Otto vom Staatsmuseum. Laut der Museumssprecherin würden Besucher bei der Kulturnacht von den kurzweiligen Veranstaltungen der vielen Einrichtungen profitieren: „Die Gäste können in die vielen Museen hineinschnuppern und müssen nicht den ganzen Abend an einem Ort verbringen.“ Doch auch der Nachwuchs kommt im Staatsmuseum auf seine Kosten: Bei Museumsmitarbeiterin Birgit Baumgart können Kinder und Junggebliebene ihre kreative Ader entdecken und mit unterschiedlichen Materialen experimentieren. „Uns ist wichtig, dass bereits junge Menschen mit Kunst und Kultur vertraut umgehen können“, sagt Baumgart.

An insgesamt 24 verschiedenen Orten erleben Kulturaffine Zaubervorstellungen, Kostproben des Opernchors oder auch Popkultur – wie im Flippermuseum in der Frisenstraße. „Wir sind zum vierten Mal bei der Kulturnacht dabei. Jedes Jahr werden die Leute neugieriger“, erklärt Museumsmitarbeiterin Leonore Dikow. In Sachen Alter gibt es bei den Besuchern keinen Unterschied. Von 6 bis 80 Jahren seien laut der Flipper-Expertin alle Altersschichten vertreten. Doch besonders die älteren Gäste hätten eine enge Bindung zu den Unterhaltungsgeräten: „Viele Senioren erzählen mir, dass sie in den Flippern ihre Jugend wiederfinden und sich gerne erinnern“, so Dikow.

Doch auch die jüngere Generation findet Gefallen an den Spielautomaten mit der silbernen Kugel: Der 15-jährige Niklas und der 16-jährige Florian sind heute Abend auch hier. An der Führung durch das Museum nehmen beide nicht teil – stattdessen testen sie lieber selbst die vielen Flipper. „Wir waren vor drei Jahren schon mal bei der Kulturnacht hier. Und da man hier heute umsonst spielen kann, sind wir heute Abend wieder vorbeigekommen“, erzählt Niklas. Ob sie auch ins Staatsmuseum gehen, wissen die beiden nicht: „Vielleicht. Aber erstmal spielen wir noch ein bisschen.“

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erstellt am 31.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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