Intendant ganz privat : Vom ersten Geld in die Bretagne

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Festspiele-Chef Dr. Markus Fein jobbte in der Jugend als Tennislehrer und würde gerne zaubern und Geschichten erzählen können

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05. Dezember 2014, 21:00 Uhr

Seit Januar sitzt er auf dem Chefsessel der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: Markus Fein. Der promovierte Musikwissenschaftler übernahm den Intendanten-Posten von Matthias von Hülsen. Erlebnisreich und spannend sei seine erste Saison als Leiter gewesen, sagt der 43-Jährige. Beeindruckt habe ihn, wie sehr das Festival von den Menschen im Land getragen werde. Für das kommende Jahr, in dem die Festspiele ihren 25. Geburtstag feiern, verspricht Fein viele Höhepunkte. Beispiel: ein Fahrradkonzert in und um Schwerin. Im Gespräch mit Redakteur Christian Koepke beantwortet er die zehn Fragen der SVZ.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in Schwerin?

Am Seglerheim. Dort habe ich einen herrlichen Blick auf den See, erlebe Mecklenburg-Vorpommern pur, die Weite, das Wasser, den Wind, den Wald.
Was würden Sie als Oberbürgermeister in Schwerin sofort ändern?

Ich würde mehr Geld für die Kultur ausgeben, denn sie wirkt in der Stadt und ist zugleich ein Fenster zur Welt.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient und wofür haben Sie es ausgegeben?

Als 15-Jähriger habe ich Tennis-Unterricht gegeben. Vom verdienten Geld bin ich in die Bretagne gereist. Diese Region hat mich damals sehr interessiert.
Was würden Sie gerne können?

Zaubertricks vorführen, Geschichten erfinden und erzählen können.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Ich bewundere die Helden des Alltags, die ohne große öffentliche Anerkennung anderen Menschen selbstlos beistehen.
Welches Buch lesen Sie gerade?

Das Buch „1913“ von Florian Illies. Die Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Ereignisse im Jahr vor dem Ersten Weltkrieg ist beeindruckend.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Die Tagesschau.
Wen würden Sie gerne mal treffen?

Franz Schubert und Robert Schumann hätte ich gern getroffen. Mich faszinieren die Biografien der beiden Komponisten, ich fühle mich ihnen menschlich einfach nahe.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Ich erinnere mich besonders gern an die erste Modelleisenbahn, die ich von meinen Eltern zu Weihnachten bekommen habe. Die kleine Bahn fuhr nur in einem Kreis, aber das gemeinsame Spielen mit meinem Vater ist mir dankbar im Gedächtnis geblieben.
Was werden Sie als Rentner machen?
Ich möchte kreativ sein, Zeit für meine Enkelkinder haben und noch einen Beitrag für die Gesellschaft leisten.

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