SVZ-Lehrstellentag in Schwerin : Volle Taschen, viel Inspiration

Im persönlichen Gespräch gaben viele Aussteller den interessierten Jugendlichen Einblicke in ihre Ausbildungsberufe.  Fotos: Bohlmann
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Im persönlichen Gespräch gaben viele Aussteller den interessierten Jugendlichen Einblicke in ihre Ausbildungsberufe. Fotos: Bohlmann

Beim 20. SVZ-Lehrstellentag nutzten 1000 Besucher die Chance, sich bei knapp 80 Ausstellern über Ausbildungsangebote zu informieren

svz.de von
24. September 2017, 18:00 Uhr

Die Aufregung ist Ahmad Alwakaa anzumerken, als er an den Informations-Stand der Deutschen Bahn herantritt. „Hallo, was kann ich bei Ihnen lernen?“, fragt der 30-jährige Syrer Annemarie Zunft. Die Berufsberaterin der Deutschen Bahn lächelt freundlich zurück und sagt: „Wir bieten mehr als 50 Ausbildungsberufe an.“ Die erste Hürde ist genommen, Alwakaa und Zunft kommen ins Gespräch. „Wenn ihre Deutschkenntnisse noch nicht so gut sind, kommen Sie für unser Berufsvorbereitungsprogramm in Frage“, erklärt die DB-Mitarbeiterin dem Arbeitssuchenden und drückt ihm eine Broschüre in die Hand. Die steckt der Wahl-Schweriner ein, bedankt und verabschiedet sich.

 

Wie Alwakaa waren am Sonnabend rund 1000 Jugendliche mit ihren Eltern in die Alte Druckerei im medienhaus:nord gekommen, um sich bei knapp 80 Ausstellern über deren Ausbildungsangebote zu informieren. „Vielleicht resultiert aus dem ein oder anderen Gespräch ja eine Bewerbung oder Einladung“, sagte Andreas Gruczek, Geschäftsführer des medienhaus:nord. Gemeinsam mit Sparkassen-Vorstand Kai Lorenzen eröffnete Gruczek den 20. SVZ-Lehrstellentag. Auch der Sparkassen-Chef hob die Bedeutung des persönlichen Kontaktes hervor: „In Zeiten von Facebook und Twitter merken gerade junge Menschen, dass das persönliche Gespräch viel mehr Chancen bietet als der virtuelle Kontakt“, so Lorenzen.

Timo Bernhardt kann Lorenzens Worte nur bestätigen. „In den vergangenen Wochen habe ich das Internet nach Stellenangeboten durchforstet. Doch ich habe nichts passendes gefunden“, erzählt der 19-Jährige. Deshalb habe er sich entschieden, am Sonnabend auf den Lehrstellentag zu kommen. Bei Friedrich Winkler erfährt er am Stand der Wemag, wie er dort zum Elektroniker für Betriebstechnik ausgebildet werden kann. „Am wichtigsten ist das Interesse an Technik“, sagt Winkler. Der 20-Jährige absolviert gerade selbst ein duales Studium bei der Wemag und wirbt auf dem Lehrstellentag für seinen Arbeitgeber. „Die Ausbildung dauert drei Jahre, die Berufsschule befindet sich im Schweriner Stadtteil Lankow.“

 

Wie die Deutsche Bahn und die Wemag hielten auch die 76 anderen Aussteller interessante Angebote für die vielen Gäste in der Alten Druckerei bereit. Neben dem Gespräch über die eigene Zukunft gab es so außerdem die Möglichkeit, günstige Bewerbungsfotos aufnehmen zu lassen oder in einem Rollstuhl einen Parcours zu absolvieren. Beim Gewinnspiel, dessen Hauptpreise Lautsprecher, Kopfhörer und Controller für eine Spielekonsole waren, gingen Alwakaa und Bernhardt leer aus. Ihre Taschen waren aber randvoll gefüllt mit Informationen und Broschüren der vielen Aussteller.

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