Leben in Schwerin : Volkssolidarität baut Pflegedienst

Informieren sich  bei Dr. Balazs Szathmary (l.) von Innovation Health Partners über Hilfsmittel des Hausnotrufs: Anika Piontek, Ralf Glück.
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Informieren sich bei Dr. Balazs Szathmary (l.) von Innovation Health Partners über Hilfsmittel des Hausnotrufs: Anika Piontek, Ralf Glück.

VS-Landesverband bündelt Kompetenzen und entwickelt Quartierkonzept für den Großen Dreesch mit Beratung und Begegnung

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28. September 2017, 08:00 Uhr

„Über den Hausnotruf, der bei uns in der Zentrale des Landesverbandes der Volkssolidarität in der Schweriner Gutenbergstraße eingeht, erreichen uns auch immer wieder Anrufe von Menschen, die dauerhaft Hilfe benötigen oder einfach unter Einsamkeit leiden“, erzählt Anika Piontek von der Volkssolidarität. „Und der Bedarf an Pflege wächst weiter. Deshalb haben wir uns entschlossen, einen eigenen Pflegedienst zu gründen.“ Dieser soll am 1. Oktober die Arbeit mit zunächst fünf Fachkräften aufnehmen. „Wir suchen aber noch Verstärkung“, sagt die künftige Leiterin, die zuvor einen anderen Pflegedienst geführt hat und über mehrjährige Erfahrung in der Branche verfügt. Gebraucht werden ausgebildete Altenpfleger und Krankenschwestern. „Denn wir wollen nicht nur einfache häusliche Pflege mit Betreuung, Hauswirtschaft und Fahrdiensten anbieten, sondern Behandlungspflege, also auch Medikamente geben und spritzen.“ Da der Einsatz zunächst schwerpunktmäßig auf dem Dreesch sein wird, werde auch kein Führerschein als Einstellungsvoraussetzung benötigt.

Diese Orientierung auf den Stadtteil gehört zur Strategie: Der Landesverband bündelt seine Kompetenzen. Denn auf dem Großen Dreesch wird derzeit auch eine Begegnungsstätte aufgebaut, die Madlen Röstel leiten wird. Sie befindet sich in der Friedrich-Engels-Straße in einer Musterwohnung. Dort werden zugleich die technischen Möglichkeiten des Hausnotrufs anschaulich vorgestellt. „Hier können Senioren moderne technische Hilfsmittel, die Leben retten, kennen lernen und auch selbst ausprobieren“, erläutert Leiter Ralf Glück. Denn auch das gehöre zum Konzept der Volkssolidarität: Die Senioren oder Patienten können so lange, wie es möglich ist, in ihrer eigenen Wohnung bleiben, werden dort vom ambulanten Pflegedienst betreut und auf Wunsch durch die technischen Möglichkeiten des Hausnotrufsystems überwacht. „Aber nur in genau dem Umfang, in dem die Betroffenen dies wünschen“, sagt Glück. Die Musterwohnung helfe dabei, dies exakt zu definieren. Geöffnet ist sie dienstags und donnerstags von 10 bis 16 Uhr. Darüber hinaus können auch telefonisch andere Beratungszeiten vereinbart werden. Ebenso Anmeldungen für die Begegnungsstätte. Die soll später eigene Räume beziehen – in dem Flachbau am Hochhaus, der früher eine Bibliothek, dann ein Café beheimatete.

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