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Politik in Schwerin : Volkshochschule wird politischer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gesprächsreihe bringt Politiker und Künstler den Schwerinern näher. Die Stadtgeschichte soll mit Veranstaltungen lebendiger werden

von
erstellt am 17.Jan.2017 | 05:00 Uhr

„Als Volkshochschule haben wir einen Bildungsauftrag zu erfüllen. Der ist breit gefächert und geht weit über Schulabschlüsse, Sprach- und Computerlehrgänge, Gesundheits- und Kunstkurse hinaus“, sagt Marita Schwabe, die Leiterin der Volkshochschule. Und sie präzisiert: „Mit dem neuen Halbjahresprogramm – unsere Erfahrung ist, dass wir so flexibler und aktueller sein können – wollen wir stärkere Akzente auf Gesellschaft und Stadtgeschichte legen.“

Dazu gehört zum Beispiel die gerade im Restaurant Brinkamas eröffnete Ausstellung zu Terrorismus (SVZ berichtete), die Fortsetzung des Grass-Projekts zu Flucht und Vertreibung und ein weiteres zur selben Thematik in Kooperation mit der Künstlerkolonie Rothen sowie eine Reihe von Gesprächen mit Politikern und Künstlern. „Der Bedarf ist da“, versichert Schwabe und verweist auf die Foren mit Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth oder Ex-SPD-Vorsitzenden Björn Engholm. „Wir nennen das VHS-Dialog – ein Forum zum Gedankenaustausch“, sagt Schwabe. „Er soll sich als fester Termin an jedem letzten Mittwoch im Monat etablieren.“ Eingeladen seien zum Beispiel Funkhauschefin Elke Haferburg, die über 25 Jahre NDR in Schwerin reden werde oder Schriftstellerin Mehrnousch Zaeri-Esfahani. Auch Gregor Gysi, den neuen Vorsitzenden der Europäischen Linkspartei, will sie zum Dialog holen. „Wir wollen in dieser Gesprächsreihe mit der Landeszentrale für politische Bildung und den Stiftungen zusammenarbeiten“, betont die Volkshochschulchefin.

Potenzial sieht sie zudem in der Stadtgeschichte. Gerade weil das entsprechende Museum fehle, sollte in diesem Bereich mehr gemacht werden, meint Schwabe. Deshalb wolle die Volkshochschule Exkursionen in die verschiedenen Depots, Führungen zur Kunst im öffentlichen Raum der Stadt oder zu den Gedenktafeln organisieren.

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